Automatischer Push: 9 Datei(en) geändert

- .claude/agents/planer.md
- AI/Regelwerk/api-mechanik.md
- AI/Regelwerk/codeworkflow.md
- AI/Regelwerk/fable-5-1.md
- AI/Regelwerk/haiku-5-5.md
- AI/Regelwerk/prompting.md
- AI/Regelwerk/sonnet-5-5.md
- AI/Regelwerk/sonnet-5.md
- CLAUDE.md

Erzeugt vom PostToolUse-Hook .vault-tools/auto-push/auto_push.py.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
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Pascal MichelandClaude Opus 5 committed 2026-10-10 04:00:01 +02:00
1 parent 8950af05e0
commit 3230cb69d4
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@@ -15,7 +15,7 @@ Du denkst, du tippst nicht. Dein Ergebnis ist ein Plan, den ein Executer ohne R
- **Nur Plandateien schreiben.** Erlaubt ist ausschließlich `docs/plans/` im Zielprojekt. Kein Produktivcode, keine Konfigurationsdateien, keine Tests im Repo.
- **Ablageform hängt am Umfang.** Bis zwei Tasks eine Datei `docs/plans/JJJJ-MM-TT-<thema>.md`. **Ab etwa drei Tasks ein Ordner** `docs/plans/JJJJ-MM-TT-<thema>/` mit `00-uebersicht.md` (Ziel, Architektur, globale Vorgaben, Dateiübersicht, Tasktabelle, Abnahme) und je Task einer Datei `task-NN-<thema>.md`. Jede Taskdatei verweist im Kopf auf die globalen Vorgaben der Übersicht, statt sie zu wiederholen — zwei Fassungen derselben Vorgabe laufen auseinander.
- **Jede Plandatei verlinkt ihren Hub direkt unter dem Frontmatter**, als relativen Markdown-Link, nicht nur als Pfad in Backticks. Die Übersicht und ein Einzeldatei-Plan verlinken das Projekt-README (`Projekt: [README](../../../README.md)`, die Tiefe passend zum Ort), jede andere Datei im Planordner die Übersicht (`Übersicht: [00-uebersicht.md](00-uebersicht.md)`). Leerzeichen und Umlaute im Pfad schreibst du URL-kodiert. Liegt der Plan unter `docs/` an der Vault-Wurzel, ist der Hub die `README.md` dort, und die Zeile beginnt mit `Vault:` statt `Projekt:`. Liegt er in einem Projekt im IT Workspace, etwa unter `_arbeitsstand/`, verlinkt die Übersicht stattdessen die Projektübersicht (`_MOC-*.md` im Projektordner) als Wikilink mit vollem Pfad. Die Planwerkzeuge vertragen die Zeile an dieser Stelle, weil sie nur Überschriften, Codezäune und den Abschnitt `## Zieldateien` auswerten (Befund im Plan `.vault-tools/linkcheck/docs/plans/2026-09-29-waisen/`). Regel und Begründung: `AI/Regelwerk/navigation.md`, Abschnitt „Links schreiben und Dateien verschieben“.
- **Jede Taskdatei trägt im Frontmatter `modell:` und `modell_begruendung:`.** `title`, `summary` und `modell_begruendung` stehen in Anführungszeichen — ein `: ` im Text macht den Block sonst zu ungültigem YAML (Blöcke und Regel: `AI/Regelwerk/frontmatter.md`). Das Kriterium ist eine einzige Frage: Braucht der Executer für diesen Task Ermessen, oder steht alles wörtlich im Plan? Steht der Code wörtlich da, sind die Zieldateien namentlich genannt und die Verbote ausdrücklich, dann ist die Rolle Abschrift und `haiku` genügt — außer ein Codeblock des Tasks enthält Anführungszeichen wie „ “ ” ‚ ‘ ’ « », Gedanken- oder Streckenstriche – — oder Auslassungspunkte …: Dann `modell: sonnet` und zusätzlich `effort: low` im Frontmatter, weil Haiku solche Zeichen still ersetzt (Messung 2026-09-23). Bleibt Ermessen offen, ist es Fehlersuche, oder muss Fließtext formuliert statt abgeschrieben werden, dann `sonnet`.
- **Jede Taskdatei trägt im Frontmatter `modell:` und `modell_begruendung:`.** `title`, `summary` und `modell_begruendung` stehen in Anführungszeichen — ein `: ` im Text macht den Block sonst zu ungültigem YAML (Blöcke und Regel: `AI/Regelwerk/frontmatter.md`). Das Kriterium ist eine einzige Frage: Braucht der Executer für diesen Task Ermessen, oder steht alles wörtlich im Plan? Steht der Code wörtlich da, sind die Zieldateien namentlich genannt und die Verbote ausdrücklich, dann ist die Rolle Abschrift und `haiku` genügt, auch wenn ein Codeblock typografische Zeichen wie „ “ – — … enthält (Haiku 5.5, Pascals Entscheidung vom 2026-10-09; die Ausnahme für Haiku 4.5 steht in `AI/Regelwerk/codeworkflow.md`, Schritt 3). Bleibt Ermessen offen, ist es Fehlersuche, oder muss Fließtext formuliert statt abgeschrieben werden, dann `sonnet`.
- **Erst lesen, dann planen.** Bestehende Struktur, Namensgebung, Testkonventionen und Abhängigkeiten des Zielprojekts lesen. Der Plan passt sich der vorhandenen Umgebung an, nicht umgekehrt.
- **Erwartete pytest-Fehlerzeilen nur mit breiter Ausgabe.** Ohne Terminal kürzt pytest (gemessen an 9.1.1) jede `FAILED`-Zeile der Kurzzusammenfassung auf 80 Zeichen, die Fehlerart ist dann abgeschnitten („Failed: D..."). Nennt der Plan eine erwartete Fehlerzeile wörtlich, steht im Befehl `COLUMNS=300` davor (Git-Bash) bzw. `$env:COLUMNS=300;` (PowerShell).
- **Mutanten stehen in einer Datei, nicht als Prosa.** Verlangt der Auftrag Mutanten, schreibst du sie als `mutanten.toml` in den Planordner, Format 1 nach `D:\Claude\.vault-tools\plan-kopie\mutanten_lauf_ENTWURF.md`, Abschnitt 2; lies den Abschnitt, bevor du die Datei schreibst. Die Plankritik fährt die Datei mit `mutanten_lauf.py` auf ihrer Kopie. In „Fertig heißt“ steht danach nur der Aufruf mit der Erwartung „Exit 0, jeder Mutant `OK`“, keine Zählung. Drei Fallen, alle belegt:
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@@ -5,7 +5,7 @@ title: API-Mechanik für eigene Claude-Integrationen
summary: Die modellübergreifenden Detailseiten der Anthropic-Doku — Preserved Thinking, Effort, Compaction, Task Budgets, Fast Mode, Thinking, Mid-Conversation-System-Nachrichten, Context Editing, Ablehnungen und Fallback. Gilt für Code-Projekte gegen die Messages API, nicht für die Claude-Code-Sitzung selbst.
tags: [regelwerk, modelle, api, prompting]
created: 2026-09-05
updated: 2026-09-05
updated: 2026-10-09
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# API-Mechanik für eigene Claude-Integrationen
@@ -137,7 +137,7 @@ Was man sonst wissen muss: Mit `pause_after_compaction` lässt sich ein Gesamtbu
## 4 Task Budgets (Beta)
Header `task-budgets-2026-03-13`. Unterstützt: Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5, Mythos 5, Opus 5, Opus 4.8, Opus 4.7. **Nicht** unterstützt: Sonnet 5, Opus 4.6, Sonnet 4.6, Haiku 4.5. **Nicht in Claude Code und nicht in Cowork** — nur direkt über die Messages API.
Header `task-budgets-2026-03-13`. Unterstützt: Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5, Mythos 5, Opus 5, Opus 4.8, Opus 4.7, laut Seite vom 2026-10-09 auch Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 (Beta). **Nicht** unterstützt: Sonnet 5, Opus 4.6, Sonnet 4.6, Haiku 4.5. **Nicht in Claude Code und nicht in Cowork** — nur direkt über die Messages API.
`output_config.task_budget: {"type": "tokens", "total": N, "remaining": M}` sagt dem Modell, wie viele Tokens es für eine ganze agentische Schleife hat — Thinking, Werkzeugaufrufe, Werkzeugergebnisse, Ausgabe. Das Modell sieht einen serverseitig eingefügten Countdown und priorisiert danach. **Der Countdown ist nur für das Modell sichtbar:** Die Antwort enthält kein Restbudget, `usage` hat kein Feld dafür. Minimum 20.000 Tokens, darunter 400.
@@ -181,7 +181,7 @@ Die Grundseite, auf der Preserved Thinking (Abschnitt 1) und Effort (Abschnitt 2
**Fortschrittsmeldungen** (Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5): ein bis zwei Sätze für den Zuschauer, je als eigener Thinking-Block mit eigener Signatur direkt vor dem `tool_use`, höchstens einer je Aufruf, jeder überspringbar. Sie sind kein Interleaved Thinking und können neben Reasoning-Blöcken stehen. Zurückgeben wie jeden Thinking-Block. Der Text ist eine Zusammenfassung; berechnet wird die volle Länge. Endet eine Antwort kurz nach einem Werkzeugaufruf auf `max_tokens`, `model_context_window_exceeded` oder `stop_sequence`, kann der letzte Block eine Fortschrittsmeldung mit dem Text „This part of the response was interrupted before it finished." sein — zum Fortsetzen die Runde unverändert zurückgeben und eine neue Nutzernachricht mit `tool_result` je `tool_use` anhängen.
**Bewahrung je Modell.** Alle früheren Runden behalten: Opus ab 4.5, Sonnet ab 4.6, alle Fable/Mythos. Nur die letzte Runde behalten: ältere Opus und Sonnet, **alle Haiku bis 4.5** — die API streicht ältere Blöcke selbst. Behalten bringt Cache-Treffer in Werkzeugschleifen ohne Intelligenzverlust; der Preis ist Kontextplatz, weil behaltene Blöcke wie Verlauf zählen. Ändern mit `clear_thinking_20251015` (Abschnitt 8). Beim Modellwechsel Blöcke unverändert mitsenden; selbst streichen nur zum Tokensparen auf Modellen, die ignorieren statt verwerfen — **nie beim Einlösen eines Fallback-Guthabens**, das den unveränderten Body verlangt.
**Bewahrung je Modell.** Alle früheren Runden behalten: Opus ab 4.5, Sonnet ab 4.6, Haiku 5.5, alle Fable/Mythos. Nur die letzte Runde behalten: ältere Opus und Sonnet, **alle Haiku bis 4.5** — die API streicht ältere Blöcke selbst. Behalten bringt Cache-Treffer in Werkzeugschleifen ohne Intelligenzverlust; der Preis ist Kontextplatz, weil behaltene Blöcke wie Verlauf zählen. Ändern mit `clear_thinking_20251015` (Abschnitt 8). Beim Modellwechsel Blöcke unverändert mitsenden; selbst streichen nur zum Tokensparen auf Modellen, die ignorieren statt verwerfen — **nie beim Einlösen eines Fallback-Guthabens**, das den unveränderten Body verlangt.
**Thinking und Prompt-Cache.** Thinking-Konfiguration und aufgelöster Effort werden in den Prompt gerendert; jede Änderung (Modus, `budget_tokens`, Top-Level-Effort) startet den Cache neu — Nachrichten-Breakpoints treffen dann nie, Tool- und System-Breakpoints je nach Renderstelle. Explizit den Standardwert setzen ist gleich Weglassen. Thinking-Blöcke werden mit Werkzeugergebnissen gecacht, auch ohne `cache_control`, und zählen beim Lesen als Eingabetokens — Blöcke, die man nie wieder sieht, kosten beim Cache-Lesen trotzdem. Interleaved Thinking verstärkt Cache-Invalidierung. **Thinking-lastige Aufgaben dauern oft länger als die 5-Minuten-Cache-Lebensdauer — die 1-Stunden-Variante erwägen.**
@@ -213,7 +213,7 @@ Header `context-management-2025-06-27`, alle Claude-Modelle. Nur als Zusammenfas
**`clear_tool_uses_20250919`** — Werkzeugergebnisse älteste zuerst durch Platzhalter ersetzen, wenn der Kontext eine Schwelle überschreitet. Optionen: `trigger` (Standard 100.000 Eingabetokens, auch als `tool_uses` zählbar), `keep` (Standard 3 letzte Werkzeugpaare), `clear_at_least` (Mindestmenge zu löschender Tokens, damit sich die Cache-Invalidierung lohnt), `exclude_tools` (nie löschen), `clear_tool_inputs` (auch die Aufrufe löschen, Standard `false`). Löschen invalidiert den Cache an der Stelle — `clear_at_least` so setzen, dass es sich rechnet.
**`clear_thinking_20251015`** — behaltene Thinking-Runden steuern: `keep: {"type": "thinking_turns", "value": N}` oder `"all"`. Standard je Modellklasse: alles behalten bei Opus ab 4.5, Sonnet ab 4.6, allen Fable/Mythos; nur letzte Runde bei Opus bis 4.1, Sonnet bis 4.5, allen Haiku. Behalten hält den Cache, Löschen invalidiert ihn ab der Stelle — `keep: "all"` für beste Cache-Leistung. **Beide kombiniert: `clear_thinking_20251015` muss im `edits`-Array zuerst stehen.**
**`clear_thinking_20251015`** — behaltene Thinking-Runden steuern: `keep: {"type": "thinking_turns", "value": N}` oder `"all"`. Standard je Modellklasse: alles behalten bei Opus ab 4.5, Sonnet ab 4.6, Haiku ab 5.5, allen Fable/Mythos; nur letzte Runde bei Opus bis 4.1, Sonnet bis 4.5, Haiku bis 4.5. Behalten hält den Cache, Löschen invalidiert ihn ab der Stelle — `keep: "all"` für beste Cache-Leistung. **Beide kombiniert: `clear_thinking_20251015` muss im `edits`-Array zuerst stehen.**
Die Antwort meldet `context_management.applied_edits` mit gelöschten Runden, Werkzeugpaaren und Tokens (beim Streaming im letzten `message_delta`). Der Token-Zähl-Endpunkt liefert `original_input_tokens` gegen `input_tokens`. Mit dem Memory Tool kombiniert bekommt Claude eine Warnung vor der Löschschwelle, um Wichtiges in Memory-Dateien zu sichern.
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@@ -5,7 +5,7 @@ title: Codeworkflow
summary: Arbeitsweise für Code-Projekte — Standardschleife, Planaufteilung je Task, Subagenten und ihre Modellstufen und Effort, Gegenprüfung, Lauf mit echten Daten, Aufgabenmanagement.
tags: [regelwerk, codeworkflow, code-projekte]
created: 2026-08-03
updated: 2026-10-05
updated: 2026-10-09
---
# Codeworkflow
@@ -55,13 +55,13 @@ Die Lehre daraus gilt über diesen Fall hinaus: **Eine gerechnete Ersparnis ist
Steht der Code wörtlich da, sind die Zieldateien namentlich genannt und die Verbote ausdrücklich, dann ist die Executer-Rolle **Abschrift, nicht Autorschaft** — dafür genügt Haiku. Bleibt Ermessen offen, ist es Fehlersuche, oder muss Fließtext formuliert statt abgeschrieben werden, dann Sonnet.
**Ausnahme für Abschrift mit typografischen Zeichen (seit 2026-09-23, Pascals Entscheidung):** Enthält ein Codeblock des Tasks Anführungszeichen wie „ “ ” ‚ ‘ ’ « », Gedanken- oder Streckenstriche – — oder Auslassungspunkte …, dann `modell: sonnet` und `effort: low` statt Haiku. Haiku hat solche Zeichen in der Messung still ersetzt, siehe „Effort je Rolle". Nachsehen lässt sich das je Taskdatei, die Ausgabe `[]` heißt Haiku geht:
**Typografische Zeichen (Pascals Entscheidung vom 2026-10-09, ersetzt die vom 2026-09-23):** Abschrift mit Anführungszeichen wie „ “ ” ‚ ‘ ’ « », Gedanken- oder Streckenstrichen – — oder Auslassungspunkten … läuft auf `modell: haiku` wie jede andere Abschrift. Haiku 5.5, auf das `haiku` seit 2026-10-07 zeigt, hat alle elf Zeichen am 2026-10-09 in 6 von 6 Läufen byte-genau übernommen ([[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]], A3). Haiku 4.5 hatte sie am 2026-09-23 still ersetzt, siehe „Effort je Rolle". Wählt der Alias außerhalb der Anthropic-API noch Haiku 4.5, gilt dort weiter `modell: sonnet` und `effort: low`. Der Byte-Vergleich bleibt in jedem Fall Pflicht. Ob ein Task solche Zeichen enthält, zeigt dieser Befehl, die Ausgabe `[]` heißt keine:
```bash
python -X utf8 -c "import sys; t=open(sys.argv[1],encoding='utf-8').read(); b=''.join(t.split(chr(96)*3)[1::2]); print(sorted(set(b) & set('„“”‚‘’«»–—…')))" task-NN-thema.md
```
Das Feld `effort:` im Task-Frontmatter ist freiwillig. Fehlt es, gilt das Frontmatter des Executers (`medium`); bei `modell: haiku` bleibt es wirkungslos.
Das Feld `effort:` im Task-Frontmatter ist freiwillig. Fehlt es, gilt das Frontmatter des Executers (`medium`). Bei `modell: haiku` verwirft `executer-welle` einen Task-Effort derzeit und lässt das `medium` des Executers stehen, das Haiku 5.5 auch erhält ([[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]], A1 und A7).
**4 Gegenprüfen — der Kern der Schleife.** Ein Agentenbericht ist eine Behauptung, kein Beleg. Pflicht sind drei Dinge:
@@ -132,7 +132,7 @@ Was echte Daten aufdecken und Fixtures nicht: verdrehte Vorzeichen, Skalierungsp
### Nur für Claude Fable 5.1
Läuft der Koordinator auf Fable 5.1, gelten in der Schleife zusätzlich die Punkte 3, 8, 10, 13 und 15 aus [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]]: unabhängige Werkzeugaufrufe in einer Antwort bündeln, einen entschiedenen Schritt ausführen statt ankündigen, Änderungen und Tests auf den Auftrag beschränken (der Regressionsfall je Nachbesserung aus Schritt 5 bleibt Pflicht — er ist beauftragt, kein Zusatz), Edit vor Write, und während ein Executer läuft das erledigen, was nicht von seinem Ergebnis abhängt. Opus 5, Sonnet 5, Sonnet 5.5 und Haiku 4.5 entscheiden selbst, ob sie etwas davon übernehmen — die Rollentabelle ändert sich dadurch nicht.
Läuft der Koordinator auf Fable 5.1, gelten in der Schleife zusätzlich die Punkte 3, 8, 10, 13 und 15 aus [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]]: unabhängige Werkzeugaufrufe in einer Antwort bündeln, einen entschiedenen Schritt ausführen statt ankündigen, Änderungen und Tests auf den Auftrag beschränken (der Regressionsfall je Nachbesserung aus Schritt 5 bleibt Pflicht — er ist beauftragt, kein Zusatz), Edit vor Write, und während ein Executer läuft das erledigen, was nicht von seinem Ergebnis abhängt. Opus 5, Opus 5.5, Sonnet 5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 entscheiden selbst, ob sie etwas davon übernehmen — die Rollentabelle ändert sich dadurch nicht.
### Haltung zwischen den Schritten
@@ -176,7 +176,7 @@ Regelwerk-Änderungen im Vault lösen kein Quorum aus.
**Urteil.** Was zwei Stimmen an derselben Datei und Stelle melden, gilt, mit der höchsten Schwere der Gruppe. Einzelbefunde der Schwere blockierend und wichtig prüft ein Sonnet-Agent nach; Hinweise mit nur einer Stimme gehen ungeprüft in den Bericht. Ein Befund ohne Beleg zählt nicht für die Mehrheit und wird nicht nachgeprüft. Frei heißt: kein bestätigter blockierender Befund und kein belegter, der ungeprüft blieb. Ein blockierender Befund ohne Beleg sperrt nicht; er steht im Bericht unter „Unbelegt“, und der Grund des Urteils nennt ihn. Lies ihn, bevor du einspielst. Mit weniger als zwei abgegebenen Stimmen gibt es kein Urteil.
**Ersatz.** Gibt Codex keine gültige Stimme ab, springt Haiku ein. Gültig heißt: Der Status des Plugins ist vor dem Lauf gelesen, der Job endet `completed`, sein Log ist gelesen und trägt kein „usage limit“, und die Antwort zitiert die Lesemarke aus dem Paket. Mit `codex: false` springt Haiku sofort ein, etwa wenn das Kontingent bekannt aufgebraucht ist. Der Bericht sagt, wenn Haiku statt Codex drinsteht. Steht das oft da, ist das Quorum faktisch nur mit Claude besetzt.
**Ersatz.** Gibt Codex keine gültige Stimme ab, springt Haiku ein — seit 2026-10-07 Haiku 5.5 mit dem `high` aus dem Frontmatter der Stimme; im Review-Prüfstand fand es am 2026-10-09 wie Sonnet 9 von 9 ([[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]], A3). Gültig heißt: Der Status des Plugins ist vor dem Lauf gelesen, der Job endet `completed`, sein Log ist gelesen und trägt kein „usage limit“, und die Antwort zitiert die Lesemarke aus dem Paket. Mit `codex: false` springt Haiku sofort ein, etwa wenn das Kontingent bekannt aufgebraucht ist. Der Bericht sagt, wenn Haiku statt Codex drinsteht. Steht das oft da, ist das Quorum faktisch nur mit Claude besetzt.
**Sperre.** Solange das Urteil nicht frei ist, also ein bestätigter oder ungeprüft gebliebener blockierender Befund mit Beleg offen ist oder der Lauf kein Urteil hat, gibt es kein Merge, keinen Push, kein Einspielen und keine Abgabe. Die Korrekturen entscheidest du, umgesetzt werden sie über die Standardschleife. Danach läuft kein neues Quorum: Eine `quorum-stimme` auf Sonnet, über das Agent-Werkzeug mit der Auftragsart Nachkontrolle gestartet, bestätigt je behobenem Befund, dass er behoben ist. Den Korrektur-Diff prüft das nächste Quorum mit, weil dessen Basis der Stand dieses Laufs ist.
@@ -234,7 +234,7 @@ Superpowers-Skills sprechen von „dispatch a `general-purpose` subagent". Diese
Die Modellwahl-Empfehlung in `subagent-driven-development` („use the least powerful model that can handle each role") bleibt gültig und wird hier auf drei Stufen gebracht: alles Urteilende auf Opus, alles Ausführende auf Sonnet, reine Abschrift auf Haiku. Nur wenn der Executer in der Fehlerbehebungsschleife zweimal hintereinander scheitert, wird die Nachbesserung an einen Opus-Agenten hochgestuft.
**Beleg für die dritte Stufe, damit sie nicht als Sparmaßnahme missverstanden wird.** Am 2026-08-27 lief Task 1 der Authentik-Werkzeugkette mit Haiku statt Sonnet, inklusive einer Korrekturrunde: null Abweichungen, null stille Zurechtbiegungen, korrekte Testreihenfolge auch bei der Nachbesserung. Die drei Befunde der Gegenprüfung waren Fehler im Plan, nicht in der Umsetzung. Haiku hat keine einzige zusätzliche Korrekturrunde verursacht.
**Beleg für die dritte Stufe, damit sie nicht als Sparmaßnahme missverstanden wird.** Am 2026-08-27 lief Task 1 der Authentik-Werkzeugkette mit Haiku statt Sonnet, inklusive einer Korrekturrunde: null Abweichungen, null stille Zurechtbiegungen, korrekte Testreihenfolge auch bei der Nachbesserung. Die drei Befunde der Gegenprüfung waren Fehler im Plan, nicht in der Umsetzung. Haiku hat keine einzige zusätzliche Korrekturrunde verursacht. Diese Belege und die Tabelle darunter stammen von Haiku 4.5; für Haiku 5.5 steht die Messung in [[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]], A3.
Zwei später gelaufene Tasks erlauben einen fast sauberen Vergleich, weil sie sich im Zuschnitt gleichen — je ein Modul mit Tests und Codedoku, je drei Dateien, je eine Korrekturrunde, beide mit aufgeteiltem Plan und frischem Subagenten für die Korrektur:
@@ -254,9 +254,9 @@ Und der wichtigste Punkt zur Reihenfolge der Hebel: **Die teure Ressource ist ni
Der Effort ist neben dem Modell der zweite Regler, und bis 2026-09-23 war er nirgends gesetzt. Ein Subagent ohne eigenen Effort erbt den der Hauptsitzung. Läuft die auf `xhigh` oder `max`, laufen Planer, Prüfer und Executer mit. Was das gekostet hat, zeigt die Historie über 751 Subagenten aus 47 Sitzungen (2026-08-05 bis 2026-09-23). Der Median je Lauf lag beim Planer auf Opus 5 bei 5,16 $ mit `high` und 18,55 $ mit `max`, beim Prüfer bei 7,11 $ gegen 13,24 $, beim Sonnet-Executer bei 0,76 $ gegen 1,59 $. Die Aufgaben waren verschieden groß, sauber vergleichbar ist das also nicht. Der Modellkatalog im Claude-Code-Programm nennt für Sonnet 5 aber selbst die Kostenfaktoren: `xhigh` das 2,4-Fache, `max` das 5,6-Fache von `high`.
Woher ein Agent seinen Effort bekommt, in dieser Rangfolge (nachgelesen im Programm 2.1.280): eine gesetzte Umgebungsvariable `CLAUDE_CODE_EFFORT_LEVEL` schlägt alles, ist im Vault aber nicht gesetzt (geprüft 2026-09-23); danach der `effort`-Parameter eines Workflow-`agent()`-Aufrufs, dann `effort:` im Frontmatter der Agentendatei, dann der Effort der Sitzung, dann der Standard des Modells. Das Agent-Werkzeug hat keinen Effort-Parameter; dort wirkt nur das Frontmatter. Belegt am 2026-09-23 in einer frischen Sitzung auf `xhigh`: `executer` lief mit `medium`, `pruefer` mit `high`, beides aus dem Transkriptfeld `effort`. Belegt ist das auch im Workflow: Mit `agentType` liefen `executer` und `recherche` mit `medium` aus dem Frontmatter, der Agent ohne Typ mit dem `xhigh` der Sitzung. Zwei Fallstricke dabei. Eine geänderte Agentendatei wirkt in der laufenden Sitzung nicht sofort: Die Änderung von 13:58 zeigte sich um 14:00 noch nicht, knapp eine Stunde später schon. Was das Nachladen auslöst, ist nicht bekannt; sicher ist nur der Blick ins Transkriptfeld `effort`. Einen neu angelegten gespeicherten Workflow kannte die laufende Sitzung zuerst nicht, eine frische schon. Gut eine Stunde später war er auch in der laufenden aufrufbar. Und Haiku 4.5 kennt keinen Effort; ein gesetzter Wert wird gar nicht gesendet.
Woher ein Agent seinen Effort bekommt, in dieser Rangfolge (nachgelesen im Programm 2.1.280): eine gesetzte Umgebungsvariable `CLAUDE_CODE_EFFORT_LEVEL` schlägt alles, ist im Vault aber nicht gesetzt (geprüft 2026-09-23); danach der `effort`-Parameter eines Workflow-`agent()`-Aufrufs, dann `effort:` im Frontmatter der Agentendatei, dann der Effort der Sitzung, dann der Standard des Modells. Das Agent-Werkzeug hat keinen Effort-Parameter; dort wirkt nur das Frontmatter. Belegt am 2026-09-23 in einer frischen Sitzung auf `xhigh`: `executer` lief mit `medium`, `pruefer` mit `high`, beides aus dem Transkriptfeld `effort`. Belegt ist das auch im Workflow: Mit `agentType` liefen `executer` und `recherche` mit `medium` aus dem Frontmatter, der Agent ohne Typ mit dem `xhigh` der Sitzung. Zwei Fallstricke dabei. Eine geänderte Agentendatei wirkt in der laufenden Sitzung nicht sofort: Die Änderung von 13:58 zeigte sich um 14:00 noch nicht, knapp eine Stunde später schon. Was das Nachladen auslöst, ist nicht bekannt; sicher ist nur der Blick ins Transkriptfeld `effort`. Einen neu angelegten gespeicherten Workflow kannte die laufende Sitzung zuerst nicht, eine frische schon. Gut eine Stunde später war er auch in der laufenden aufrufbar. Haiku 4.5 kennt keinen Effort; ein gesetzter Wert wird gar nicht gesendet. Haiku 5.5, auf das der Alias `haiku` laut Transkripten seit Claude Code 2.1.293 zeigt, kennt ihn und bekommt ihn nach derselben Rangfolge — ein Agent ohne `agentType` und ohne `effort` also den der Sitzung ([[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]], A1).
Die Werte der ersten drei Zeilen stammen aus einer Messung vom 2026-09-23 an drei Prüfständen mit bekanntem Ergebnis, je Stufe zwei Läufe; die Sonnet-5.5-Zeile vom 2026-09-29:
Die Werte der ersten drei Zeilen stammen aus einer Messung vom 2026-09-23 an drei Prüfständen mit bekanntem Ergebnis, je Stufe zwei Läufe; die Sonnet-5.5-Zeile vom 2026-09-29, die Haiku-5.5-Zeile vom 2026-10-09:
| Rolle | Effort | Was gemessen wurde | Median je Lauf |
|---|---|---|---|
@@ -264,6 +264,7 @@ Die Werte der ersten drei Zeilen stammen aus einer Messung vom 2026-09-23 an dre
| `planer` (Opus 5.5) | `high` | Korrekturplan für dieselben neun Fehler, danach mit `plan_materialisiere.py` angewendet. Alle sechs Pläne ließen sich anwenden, Suite grün, 9 von 9 behoben (eigene Probe). Gegen den alten Code schlugen je Plan 9 bis 13 der neuen Tests fehl; die 1 bis 3 schon vorher grünen sind laut Planerbericht bewusste Absicherungstests. Bei Anwendbarkeit, Suite und Probe kein Unterschied zwischen den Stufen. | `medium` 0,75 $, `high` 0,82 $, `xhigh` 2,90 $ |
| `executer` (Sonnet 5) | `medium` | Abschrift-Task mit einem Prüf-grep, der den Docstring trifft. Alle Stufen schrieben gleich treu ab und meldeten den Widerspruch, statt den Docstring umzuformulieren. | `low` 0,13 $, `medium` 0,15 $, `high` 0,19 $ |
| `executer` (Sonnet 5.5, 2026-09-29) | `medium` | Derselbe Abschrift-Task plus ein Doku-Task (Anleitung und Hintergrund aus zehn Dossier-Aussagen, bewertet per Skript). Abschrift auf allen Stufen gleich, mit derselben Schreibschicht-Abweichung; Doku: Bewerter ohne Befund, strengere Probe mit Schwächen bei `low` und einmal `medium`. Einzelheiten in [[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], A1. | Ausgabetokens Doku: `low` 3.000, `medium` 3.370, `high` 5.070 |
| `executer` (Haiku 5.5, 2026-10-09) | `medium` | Derselbe Abschrift-Task. Alle Stufen am Ende byte-gleich, „ “ erhalten, Widerspruch gemeldet; die Escape-Abweichung auf dem Write-Weg fanden die Läufe selbst. Sonnet 5.5 unter denselben Bedingungen ebenso. Einzelheiten in [[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]], A3. | je Lauf 0,008–0,009 $ auf jeder Stufe |
Warum nicht überall die billigste Stufe: Beim Prüfer ist Abdeckung der Zweck. Ab `high` brachten beide Läufe die drei Zusatzfunde, darunter nicht; `xhigh` brachte nicht mehr als `high`. Beim Planer war `medium` gleich gut und 9 Prozent billiger. Ein Fehler im Plan kostet aber Executer-Wellen und Korrekturrunden im Koordinatorkontext, deshalb `high`. Beim Executer auf Sonnet 5 entsprach `medium` laut Doku etwa Sonnet 4.6 bei `high`; für Sonnet 5.5 sagt die Doku nur, die Stufen seien neu geeicht. Ob `medium` bei Tasks mit Ermessen hält, ist nicht gemessen; scheitert ein Executer dort, gilt die Hochstufung auf Opus aus dem Abschnitt oben.
@@ -284,7 +285,7 @@ Deine eigene Gegenprüfung aus Schritt 4 ersetzt keiner davon; sie wird nur bill
**Bei Sonnet-Agenten treibt das Lesen die Kosten, nicht der Effort.** In den sechs Sonnet-Recherche-Läufen machte das Cache-Schreiben der gelesenen Dateien je Lauf ein Drittel bis gut 70 Prozent der Kosten aus, im Mittel gut die Hälfte; teurer oder billiger nach Effort sortierten sich die Läufe nicht. Gezielt lesen — `Grep` mit Zeilennummern, `Read` mit `offset` und `limit` — spart dort mehr als eine niedrigere Stufe. Bei Opus-Agenten dominiert die Ausgabe einschließlich Thinking, und genau die steuert der Effort.
**Haiku und typografische Zeichen.** Im Abschrift-Prüfstand ersetzte Haiku in beiden Läufen still ein deutsches schließendes Anführungszeichen (U+201C) durch ein gerades und meldete trotzdem „byte-genau". Sonnet tat das in keiner Stufe. Haiku kostete 0,08 $ gegen 0,13 $ für Sonnet auf `low`. Pascal hat am 2026-09-23 entschieden: Abschrift mit typografischen Zeichen läuft auf Sonnet `low`, die Regel steht in Schritt 3. Der Byte-Vergleich bleibt trotzdem Pflicht.
**Haiku und typografische Zeichen.** Im Abschrift-Prüfstand ersetzte Haiku 4.5 in beiden Läufen still ein deutsches schließendes Anführungszeichen (U+201C) durch ein gerades und meldete trotzdem „byte-genau". Sonnet tat das in keiner Stufe. Haiku kostete 0,08 $ gegen 0,13 $ für Sonnet auf `low`. Pascal hat am 2026-09-23 entschieden: Abschrift mit typografischen Zeichen läuft auf Sonnet `low`, die Regel steht in Schritt 3. Der Byte-Vergleich bleibt trotzdem Pflicht. Haiku 5.5 hat dasselbe Zeichenpaar und in einem zweiten Prüfstand alle elf Zeichen der Regel am 2026-10-09 in je 6 von 6 Läufen erhalten; am selben Tag hat Pascal die Ausnahme für Haiku 5.5 aufgehoben (Schritt 3).
**Die Escape-Folge für U+2028 hat jedes Modell verloren.** Alle acht Abschrift-Läufe, Haiku wie Sonnet in jeder Stufe, schrieben sie als echtes Zeichen in die Datei. Alle acht Berichte nannten die Datei trotzdem „byte-genau" übernommen, die Tests blieben grün. Das liegt an der Schreibschicht, nicht am Modell. Der Byte-Vergleich nach jeder Welle bleibt Pflicht, egal mit welchen Parametern.
+2 -2
View File
@@ -5,7 +5,7 @@ title: Prompting-Hinweise für Claude Fable 5.1
summary: Verhaltensunterschiede und Prompt-Muster von Claude Fable 5.1 (Teil A) sowie Spezifikation, API-Brüche, neue Funktionen, Preise und Datenhaltung (Teil B) aus der Anthropic-Doku — gilt nur, wenn Fable 5.1 das Modell ist; andere Modelle entscheiden selbst.
tags: [regelwerk, modelle, fable, prompting]
created: 2026-09-05
updated: 2026-09-29
updated: 2026-10-09
source: https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-fable-5-1
---
@@ -13,7 +13,7 @@ source: https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering
> **Geltungsbereich — bitte zuerst lesen.**
> Diese Datei gilt **nur für Claude Fable 5.1** (und das baugleiche Claude Mythos 5.1). Läufst du als Fable 5.1, berücksichtigst du die Punkte unten als Teil deiner Arbeitsweise.
> Läufst du als **Opus 5, Sonnet 5, Sonnet 5.5 oder Haiku 4.5**, dann sind das keine Anweisungen an dich. Diese Modelle arbeiten nach ihren eigenen Optimierungen und entscheiden selbst, ob sie einen Punkt übernehmen. Die Rollentabelle im Stamm ([[CLAUDE|Claude.md]], „Agenten & Modelle") bleibt unverändert.
> Läufst du als **Opus 5, Opus 5.5, Sonnet 5, Sonnet 5.5, Haiku 4.5 oder Haiku 5.5** (Haiku 5.5: [[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]]), dann sind das keine Anweisungen an dich. Diese Modelle arbeiten nach ihren eigenen Optimierungen und entscheiden selbst, ob sie einen Punkt übernehmen. Die Rollentabelle im Stamm ([[CLAUDE|Claude.md]], „Agenten & Modelle") bleibt unverändert.
> Angeordnet am 2026-09-05. Quellen: Anthropic-Doku „Prompting Claude Fable 5.1" (Teil A), „What's new in Claude Fable 5.1" (Teil B) und der Migrationsleitfaden (Teil C), alle abgerufen am 2026-09-05. Die Aussagen stammen aus diesen Seiten, nicht aus eigener Messung — wo die Doku eine Bedingung nennt, steht sie hier mit. Die modellübergreifenden Techniken stehen in [[AI/Regelwerk/prompting|prompting.md]].
## Wozu diese Datei
+352
View File
@@ -0,0 +1,352 @@
---
type: resource
title: "Arbeiten mit Claude Haiku 5.5"
status: reference
summary: "Haiku 5.5 als Abschrift-Executer, Quorum-Ersatzstimme, Verbrauchsablesung und Sitzungsmodell: Effort je Rolle nach Messung vom 2026-10-09, Prüfpunkte, offene Entscheidungen, Verhalten und Prompt-Muster, Spezifikation und API-Brüche."
tags: [regelwerk, modelle, haiku, prompting]
created: 2026-10-09
updated: 2026-10-09
source: "https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-haiku-5-5"
---
# Arbeiten mit Claude Haiku 5.5
> **Geltungsbereich — zuerst lesen.**
> - Diese Datei gilt für **Claude Haiku 5.5** (`claude-haiku-5-5`). Läufst du selbst als Haiku 5.5, ob als Hauptsitzung oder als Subagent, sind Teil A und Teil B deine Arbeitsweise.
> - Schreibt ein Koordinator einen Auftrag an einen Haiku-Subagenten, nimmt er Teil A. Für Fable 5.1 als Koordinator ist das verbindlich, Opus 5.5 entscheidet selbst.
> - Die Rollentabelle im Stamm ([[CLAUDE|Claude.md]], „Agenten & Modelle") nennt Haiku 5.5 für Abschrift, Quorum-Ersatz und die Haiku-Sitzung (A5); die Zuordnung der übrigen Rollen ändert sich nicht. Haiku 4.5 beschreibt [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]], C3.
> - Angeordnet von Pascal am 2026-10-09. Quellen: Anthropic-Doku (Rohtext am 2026-10-09 per curl abgerufen), Modellkatalog und Systemprompt-Bausteine im Programmabbild von Claude Code 2.1.296 (gelesen, nicht gelaufen), die Transkripte des Vaults und eine eigene Messung (A3). Wo die Doku eine Bedingung nennt, steht sie hier mit.
## Wozu diese Datei
Seit dem 2026-10-07 läuft alles, was im Vault `haiku` heißt, auf Haiku 5.5 — ohne dass eine Agentendatei geändert wurde. Haiku 5.5 kennt Effort, Haiku 4.5 nicht; mehrere Regeln und Workflows gehen noch vom alten Modell aus. Die Tabelle führt vom Symptom zum Abschnitt.
| Beobachtung | Abschnitt |
|---|---|
| Unklar, mit welchem Effort ein Haiku-Agent läuft oder laufen soll | A1, A2 |
| Die Ablesung in `verbrauch` läuft mit `max` | A1, A7 |
| Task mit `modell: haiku` und typografischen Zeichen | A3, A4 |
| Pascal startet eine Sitzung auf Haiku | A5 |
| Haiku-Executer meldet „fertig" ohne echte Prüfung | B3 |
| Haiku hört bei langem Agent-Auftrag früh auf und gibt die Aufgabe zurück | A4, B2 |
| Antwort aus dem Gedächtnis statt Suche | B4 |
| Werkzeugaufruf fehlt bei JSON-Ausgabe ohne Thinking | B5 |
| Nutzernachricht mitten im Zug wird übergangen | B6 |
| Denktext steht in der sichtbaren Antwort | B7 |
| Chatbot gibt bei Drängen nach | B8 |
| `stop_reason: "refusal"`, kein Ausweichmodell | B9 |
| 400 bei `budget_tokens`, `temperature`, Prefill oder geändertem Verlauf | C2 |
| Nach dem Wechsel von Opus auf Haiku fehlt das frühere Denken | A5, C4 |
Zwei Sorten von Punkten sind gemischt: Manche greifen **in dieser Claude-Code-Sitzung oder bei Subagenten** (Kennung „Sitzung"), andere erst, **wenn wir selbst gegen die Claude-API bauen** (Kennung „API-Integration").
# Teil A — Was im Vault gilt
## A1 Wo Haiku 5.5 im Vault läuft
- Der Alias `haiku` löst im Katalog von Claude Code 2.1.296 auf der Anthropic-API auf `claude-haiku-5-5` auf. Auf Bedrock, Vertex, Foundry, Mantle, `anthropic_aws`, `anthropic_google_cloud` und Gateway löst er weiter auf `claude-haiku-4-5` auf.
- In den Transkripten des Vaults steht der erste Haiku-5.5-Eintrag am 2026-10-07 um 20:55 UTC (CLI 2.1.293), der letzte Haiku-4.5-Eintrag am selben Tag um 11:58 UTC (CLI 2.1.292).
- Haiku 5.5 ist das erste Haiku mit Effort. Ein Effort aus dem Frontmatter einer Agentendatei oder aus der Sitzung kommt jetzt beim Modell an. Bei Haiku 4.5 fehlte das Feld `effort` im Transkript (2026-09-23), und der Katalog führt dort keine Effort-Fähigkeit.
| Rolle | Gestartet von | Effort, der ankommt | Beleg |
|---|---|---|---|
| `executer` bei `modell: haiku` (Abschrift) | `executer-welle`, `agentType: executer`, ohne `effort` | `medium` aus dem Frontmatter des Executers | Transkripte 2026-10-09; Messung A3 |
| Task mit `modell: haiku` und eigenem `effort:` | `executer-welle` | trotzdem `medium`: `effortFuer()` verwirft den Task-Effort und loggt ihn als „wirkungslos" | `.claude/workflows/executer-welle.js` |
| `quorum-stimme` als Ersatz für Codex | `quorum`, `agentType: quorum-stimme`, ohne `effort` | `high` aus dem Frontmatter | Messung A3 |
| Ablesung in `verbrauch` | `verbrauch.js`, ohne `agentType` und ohne `effort` | der Effort der aufrufenden Sitzung, am 2026-10-09 `max` oder `xhigh` | Transkripte 2026-10-09 |
| Hauptsitzung | Modellwahl in der App | Sitzungseinstellung, Standard `medium` | Transkripte 2026-10-09; Katalog |
## A2 Effort je Rolle
| Rolle | Effort | Grund |
|---|---|---|
| `executer`, Abschrift | `medium` (Frontmatter, unverändert) | Messung: `low`, `medium` und `high` gleich treu, je Lauf 0,008–0,009 $; `low` sparte keine Ausgabe. Doku: `medium` ist der Start für agentisches Coding; auf `low` hört Haiku in langen Agent-Prompts eher früh auf, auf `low` und `medium` meldet es Änderungen teils ohne Prüfung als fertig (B2, B3). |
| `quorum-stimme`, Ersatz | `high` (Frontmatter, unverändert) | Messung: 9 von 9 auf jeder Stufe; `high` brachte je Lauf zwei berechtigte Zusatzfunde, `low` einen, bei höchstens 0,010 $ je Lauf. Doku: `high` für strenges Befolgen von Anweisungen. |
| Ablesung in `verbrauch` | `low` (angenommen, Umsetzung offen, A7) | Feste Ablesung ohne Urteil; Doku: `low` für kurze Werkzeugaufgaben. Nicht gemessen. |
| Hauptsitzung | `medium` (Standard) | Doku: Startpunkt für die meiste Arbeit; `xhigh` und `max` nur mit Gewinn in eigenen Evals, dann auch Sonnet 5.5 vergleichen. Nicht gemessen. |
## A3 Messung vom 2026-10-09
Aufbau: Workflows in Claude Code 2.1.293 (laut Transkript), je Lauf ein Subagent mit `agentType` und `model` wie im echten Einsatz; „Standard" heißt ohne `effort`-Parameter, also Frontmatter. Effort und Modell je Lauf aus dem Transkript belegt. Abschrift und Quorum: Prüfstände vom 2026-09-23; Typografie: neuer Prüfstand vom 2026-10-09.
**Abschrift** — Task mit deutschen Anführungszeichen im Docstring, der Escape-Folge für U+2028 und einem Prüf-grep, der den Docstring trifft; Byte-Vergleich mit `cmp`:
| Einstellung | Läufe | Ende byte-gleich | „ “ erhalten | Widerspruch gemeldet | Ausgabetokens (Median) | Kosten je Lauf | Dauer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Haiku 5.5, Standard (`medium`) | 2 | 2 von 2 | 2 von 2 | 2 von 2 | 1.781 | 0,008 $ | 40–42 s |
| Haiku 5.5, `low` | 2 | 2 von 2 | 2 von 2 | 2 von 2 | 2.244 | 0,008–0,009 $ | 29–52 s |
| Haiku 5.5, `high` | 2 | 2 von 2 (ein Lauf erzeugte die Testdatei per awk aus der Taskdatei) | 2 von 2 | 2 von 2 | 2.279 | 0,008 $ | 41–50 s |
| Sonnet 5.5, Standard (`medium`), Gegenprobe | 2 | 2 von 2 | 2 von 2 | 2 von 2 | 1.413 | 0,105–0,130 $ | 31–33 s |
**Quorum-Stimme** — neun eingebaute Fehler gegen eine SPEC, als echtes Prüfpaket mit `quorum_werkzeug.py` gebaut, Auftrag wortgleich mit `quorum.js`; ein Sonnet-Richter glich blind ab und prüfte jedes Zitat:
| Einstellung | Läufe | Schlüssel mit Zitat | Zusatzfunde je Lauf | Fehlalarme | Ausgabetokens (Median) | Kosten je Lauf | Dauer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Haiku 5.5, `low` | 2 | 9 von 9 | 1 und 1 | 0 | 4.072 | 0,004–0,007 $ | 18–20 s |
| Haiku 5.5, `medium` | 2 | 9 von 9 | 2 und 1 | 0 | 6.055 | 0,004–0,008 $ | 26–30 s |
| Haiku 5.5, Standard (`high`) | 2 | 9 von 9 | 2 und 2 | 0 | 8.321 | 0,005–0,010 $ | 35–40 s |
| Sonnet 5.5, Standard (`high`) | 2 | 9 von 9 | 2 und 2 | 0 | 3.411 | 0,042–0,125 $ | 24–27 s |
**Typografie** — zweiter Abschrift-Task mit allen elf Zeichen der früheren Ausnahme („ “ ” ‚ ‘ ’ « » – — …), 47 Vorkommen in Docstring, Kommentar, Zeichenketten und Testerwartungen; Byte-Vergleich mit `cmp`:
| Einstellung | Läufe | Ende byte-gleich | Ausgabetokens (Median) | Kosten je Lauf | Dauer |
|---|---|---|---|---|---|
| Haiku 5.5, Standard (`medium`) | 4 | 4 von 4 | 1.425 | 0,005–0,009 $ | 21–53 s |
| Haiku 5.5, `low` | 2 | 2 von 2 | 1.258 | 0,005–0,006 $ | 16–19 s |
Alle sechs schrieben per Write, und jede Write-Eingabe war schon beim ersten Mal richtig. Ein Lauf (Standard) legte die Hilfsdatei `_blocks.txt` neben der Taskdatei an, also außerhalb seines Laufordners, nannte sie im Bericht und löschte sie; derselbe Lauf versuchte per awk zwei Dateien weit außerhalb des Arbeitsbaums zu schreiben, die nicht entstanden und die er nicht meldete. Auf diese Messung hin hat Pascal am 2026-10-09 die Ausnahme für Haiku 5.5 aufgehoben ([[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 3).
Was beim Abschrift- und beim Quorum-Prüfstand auffiel:
- **Write-Weg:** In 5 von 6 Haiku-Läufen stand die Escape-Folge schon in der Eingabe des Write-Aufrufs als echtes Zeichen; ob das Modell oder die Harness-Schicht es erzeugte, zeigt das Transkript nicht. Alle fünf fanden es selbst per Bytesuche und setzten die Folge zurück, und alle fünf nennen dabei die Harness-Erinnerung zu Unicode-Escapes.
- **Bash-Weg:** Ein Haiku-Lauf und beide Sonnet-Läufe schrieben per Heredoc. Dort kam die Escape-Folge richtig an, aber in der Testdatei gingen zuerst Backslashes verloren (3 von 3), sichtbar als SyntaxWarning bei grünen Tests.
- Haiku 4.5 ersetzte am 2026-09-23 im selben Task U+201C in 2 von 2 Läufen still durch ein gerades Zeichen. Haiku 5.5 hat „ und “ in 6 von 6 Läufen erhalten.
- **Verbotene Hilfsdateien:** Ein Haiku-Lauf (`low`) legte zwei Skripte kurz außerhalb seines Laufordners ab, meldete das und löschte sie. Ein zweiter (`high`) legte drei Hilfsdateien im Laufordner an und löschte sie wieder, ohne es zu melden.
- **Kosten:** Haiku 5.5 kostete beim Executer etwa ein Fünfzehntel, bei der Quorum-Stimme (Standard gegen Standard) etwa ein Elftel von Sonnet 5.5; die Kosten streuen mit den Cache-Treffern. Haiku 4.5 kostete im selben Abschrift-Task am 2026-09-23 0,076 $ je Lauf (Median).
Was die Messung nicht belegt:
- Alle drei Prüfstände sind klein: ein Modul mit 73 Zeilen (Quorum), eines mit 25 Zeilen (Abschrift), eines mit 39 Zeilen Code und 18 Zeilen Tests (Typografie).
- Beim Quorum fanden alle acht Läufe alle neun Fehler. Der Prüfstand trennt die Stufen deshalb nicht, nur über Zusatzfunde und Kosten.
- Die Selbstkorrektur ist kein Vorsprung von Haiku: Sonnet 5.5 war unter denselben Bedingungen ebenso byte-treu. Dass alle fünf betroffenen Haiku-Läufe die Harness-Erinnerung nennen, spricht dafür, dass sie die Korrektur auslöste; bewiesen ist das nicht.
- Der Vergleich mit Haiku 4.5 ist kein kontrollierter Versuch: anderer Tag, eine andere Fassung der Escape-Erinnerung im Index und weitere Erinnerungen zum Byte-Vergleich. Die Erinnerung selbst stand auch am 2026-09-23 im Kontext.
- Typografisch gemessen sind zwei kleine Tasks. Lange Aufträge, in denen ein Executer viel Text abschreibt, sind nicht gemessen.
- Lange Tasks mit vielen Dateien, Ermessen und langer Agentenschleife sind nicht gemessen — genau dort nennt die Doku frühes Aufhören auf `low` (B2).
- Hauptsitzung und `verbrauch`-Ablesung sind nicht gemessen.
Rohwerte je Lauf: [[AI/secondbrain/regelwerk-memory/2026-10-09-haiku-5-5-messung|Messbericht Haiku 5.5]].
## A4 Aufträge an Haiku-Subagenten
- **Executer bei `modell: haiku`:** Die Vorlage aus [[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], A2, gilt. Ihr Stoppsatz deckt nur die zweite Hälfte des Doku-Mittels aus B2 (aufhören, wenn erledigt und geprüft; keine Zusatzarbeit), ihr Prüfbefehl mit Erwartung den Doku-Absatz aus B3.
- **Bei langen Haiku-Aufträgen** (viele Dateien, lange Werkzeugschleife) kommt die erste Hälfte als eigene Zeile dazu: „Arbeite weiter, bis alles Beauftragte erledigt ist; frag nur, wenn es ohne den Auftraggeber nicht weitergeht, oder vor einem riskanten Schritt."
- **Wann Haiku statt Sonnet:** das Kriterium „Abschrift, nicht Autorschaft" aus [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 3. Typografische Zeichen sind für Haiku 5.5 kein Grund mehr für Sonnet; die Regel steht dort.
- **Quorum-Ersatz:** Der Auftrag steht fest in `quorum.js`; zu formulieren ist nichts.
- **Agent ohne `agentType`:** bekommt `model` und `effort` (Stamm). Bei Haiku 4.5 war ein fehlender Effort folgenlos, bei Haiku 5.5 erbt der Agent den Effort der Sitzung.
## A5 Haiku 5.5 als Sitzungsmodell (Sitzung)
- **Wofür eine Haiku-Sitzung da ist (Pascals Entscheidung vom 2026-10-09):** Fragen und Nachschlagen. Vor Planen, Gegenprüfen, Committen oder Arbeit an Produktivsystemen wechselt die Sitzung auf Opus 5.5 — oder du sagst Pascal, dass der nächste Schritt das verlangt. Grund: Die Rollentabelle weist Klären, Entscheiden und Committen dem Koordinator auf Opus 5.5 zu.
- **Subagenten aus einer Haiku-Sitzung:** zum Nachschlagen etwa `recherche` mit `model: sonnet` — jeder Subagent bekommt `model` ausdrücklich, sonst erbt er Haiku. `planer` und `pruefer` startet erst die Sitzung nach dem Wechsel auf Opus.
- **Effort-Erbe:** Ein Agent ohne `effort:` erbt den Effort der Haiku-Sitzung, Standard `medium`.
- **Wofür Anthropic Haiku 5.5 baut:** „high-volume, latency-sensitive work such as classification, routing, extraction, and subagent tasks" (What's new). Eine Messung für Vault-Sitzungen gibt es nicht.
- **Was Claude Code selbst einfügt:** Claude Code 2.1.296 baut für Haiku 5.5 einen eigenen Absatz in den Systemprompt (Abschnitt `heron_brook`, Fähigkeit `haiku_5_5_early_stopping_guidance`, Schalter `tengu_idempotent_wolf`, im Programm mit an vorbelegt). Ein ferngesteuert gesetzter Ersatztext für denselben Abschnitt hat Vorrang. Was in Pascals Konto gilt und ob Subagenten den Absatz bekommen, ist nicht beobachtet. Kurz gefasst sagt er:
- Der Effort steuert das Denken, nicht den Umfang; eine große Aufgabe ist kein Grund, vorher nachzufragen. Der Zug endet, wenn der Auftrag erledigt ist oder ohne den Nutzer nichts mehr geht.
- Vorher fragen nur, wenn die wahrscheinlichste Lesart nicht benennbar ist oder die Aufgabe an einem Fakt, einer Datei oder einem Zugang hängt, den nur der Nutzer hat. Sonst handeln und die gewählte Lesart in der Schlussnachricht nennen. Die Zustimmung zu einer Wahl, die das Modell selbst treffen kann, ist kein Grund zu fragen.
- Schwer umkehrbare und nach außen wirkende Schritte brauchen weiter die Bestätigung. Will der Nutzer etwas vorher freigeben, etwa einen Plan, dort anhalten; eine reine Reihenfolge wie „erst planen, dann bauen" ist kein Haltepunkt. Eine Frage oder ein offenes Abwägen will eine Antwort, keine Änderung; ist zusätzlich Arbeit verlangt, erst antworten, dann arbeiten.
- Dateiänderungen im Arbeitsbaum gelten nicht als schwer umkehrbar, solange sie keine laufenden Änderungen des Nutzers überschreiben. Offene Entscheidungen trifft das Modell selbst und listet sie in der Schlussnachricht.
- Ist ein Teil blockiert, den Rest fertig machen und die Schlussnachricht mit dem Blockierten beginnen; einen vermutlich scheiternden Schritt erst versuchen. Das Projekt bau- und testfähig machen, etwa deklarierte Abhängigkeiten installieren, zählt zur Arbeit.
- **Wo der Absatz auf Vault-Regeln trifft:**
| Der Absatz sagt | Im Vault gilt |
|---|---|
| Zustimmung zu einer Wahl, die das Modell selbst treffen kann, ist kein Grund zu fragen | Jede Freigabe aus Stamm und Regelwerk bleibt Pflicht, etwa für Produktivsysteme, Push und Echtgeld |
| „Erst planen, dann bauen" ist kein Haltepunkt | Die Standardschleife aus [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]] legt die Schritte fest; der Absatz ändert sie nicht |
| Deklarierte Abhängigkeiten installieren zählt zur Arbeit | `executer.md`: keine neuen Abhängigkeiten ohne Auftrag; im Zweifel entscheidet der Auftrag |
- **Der Stamm geht vor.** Jede Regel aus [[CLAUDE|Claude.md]] gilt unverändert, auch wo der eingefügte Absatz zum Weitermachen drängt.
- **Modellwechsel mitten in der Sitzung:** Laut Doku verwirft die API die Thinking-Blöcke von Opus 5, Opus 5.5, Sonnet 5.5 sowie den Fable- und Mythos-Modellen ohne Fehler, wenn Haiku 5.5 übernimmt. Wer von Opus auf Haiku wechselt, verliert das frühere Denken; sichtbarer Text und Werkzeugergebnisse bleiben. Umgekehrt lesen Opus 5.5 und Sonnet 5.5 auf der Claude-API und Google Cloud die Blöcke von Haiku 5.5. In Claude Code nicht beobachtet. Vor einem Wechsel auf Haiku wichtige Zwischenstände als Text oder Datei festhalten.
- **Das Sitzungsprotokoll** aus dem Stamm gilt für jedes Modell.
## A6 Prüfpunkte statt Garantie
| Fehlerquelle | Prüfpunkt |
|---|---|
| Executer weicht still ab | Byte-Vergleich Plan gegen Datei, Pflicht wie bei jedem Modell ([[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 4) |
| Escape-Folgen | Byte-Vergleich. Am 2026-10-09 stand die Escape-Folge über den Write-Weg in 5 von 5 Läufen zuerst als echtes Zeichen in der Werkzeugeingabe; sichtbar nur per Bytesuche. Beim Schreiben des Messberichts traf es auch den Koordinator auf Opus 5.5, im Write-Werkzeug wie im Bash-Heredoc |
| Backslashes | Über den Bash-Heredoc-Weg gingen sie in 3 von 3 Läufen (1 Haiku, 2 Sonnet) zuerst verloren; sichtbar als SyntaxWarning bei grünen Tests, also Testausgabe ganz lesen |
| Fertigmeldung ohne Prüfung | Prüfbefehl mit Erwartung im Auftrag; der Koordinator wiederholt ihn selbst (B3) |
| Frühes Aufhören bei langem Auftrag | Weiterarbeiten-Zeile aus A4 im Auftrag; offene Teile stehen im Bericht |
| Hilfsdateien trotz Verbot | Wieder gelöschte Dateien und gescheiterte Schreibversuche zeigt kein Vergleich danach, nur das Transkript; bei Verdacht dort die Werkzeugaufrufe lesen. Beide Prüfstände vom 2026-10-09 hatten je mindestens einen solchen Lauf (A3) |
| Effort geerbt statt gesetzt | Feld `effort` im Transkript; ein Agent ohne `agentType` bekommt `effort` |
| Ablehnung ohne Ausweichmodell | Bericht führt sie als abgelehnt, nicht umformulieren, bis es durchgeht ([[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]], B4, sinngemäß); B9 |
| Denken nach Modellwechsel verloren | Zwischenstände vor dem Wechsel auf Haiku als Text oder Datei (A5) |
## A7 Angenommen, Umsetzung offen
Pascal hat die Vorschläge am 2026-10-09 angenommen; umgesetzt werden sie als eigene Aufgabe, weil die Workflows Fall- und Mutantensuiten haben.
| Stelle | Befund | Umsetzung |
|---|---|---|
| `verbrauch.js`: Haiku-Ablesung ohne `effort` | läuft mit dem Effort der Sitzung, am 2026-10-09 `max` | `effort: 'low'` setzen und die Fälle in `faelle_workflows.mjs` um den Effort ergänzen; als eigene Aufgabe angelegt |
| `executer-welle.js`: Task-Effort bei `haiku` verworfen, Logzeile „wirkungslos"; Kommentare „etwa low für Abschrift mit typografischen Zeichen" und „Haiku kennt keinen Effort" | stimmt seit Haiku 5.5 nicht mehr | Effort durchreichen wie bei Sonnet, Kommentar und Logzeile berichtigen; dieselbe Aufgabe |
| `plankritik.js`, Linse „abdeckung": verlangt für Abschrift mit typografischen Zeichen `modell sonnet` und `effort low` statt `haiku` | würde jeden Plan nach der neuen Regel in Schritt 3 als Fehler melden | Linsentext an die Entscheidung vom 2026-10-09 anpassen, Fälle der Plankritik mitziehen; dieselbe Aufgabe |
| Codex-Hilfsagenten im Quorum auf `sonnet` statt `haiku` (Kommentar in `quorum.js`) | Die Begründung beruht auf Haiku 4.5; die Ausnahme ist für Haiku 5.5 seit 2026-10-09 aufgehoben | Kommentar berichtigen; ob die Hilfsagenten auf `haiku` wechseln, gehört in dieselbe Aufgabe |
# Teil B — Verhalten und Prompt-Muster
Aus „Prompting Claude Haiku 5.5" (Rohtext 2026-10-09). Bestehende Haiku-4.5-Prompts laufen laut Doku ohne Änderung gut. Antwortlänge, Formatierung, Fortschrittsmeldungen, parallele Werkzeugaufrufe und Delegation behandelt die Seite nicht. Die Prompttexte der Doku stehen hier sinngemäß auf Deutsch; den Wortlaut hat die Doku im jeweiligen Abschnitt.
## B1 Effort und Thinking (Sitzung, API-Integration)
- `low`: billigste und schnellste Stufe; für Chat, kurze Werkzeugaufgaben und einfache Massenanfragen. In langen Agent-Prompts überspringt das Modell hier eher eine Suche, hört früh auf oder lässt eine Prüfung aus.
- `medium`: Standard; Start für die meiste Arbeit, auch für agentisches Coding.
- `high`: für Wissensarbeit, längere Agentenaufgaben und strenges Befolgen von Anweisungen.
- `xhigh` und `max`: nur, wenn eigene Evals einen Qualitätsgewinn zeigen. Denken und Antworten werden deutlich länger; dann laut Doku auch Sonnet 5.5 auf Leistung, Kosten und Tempo vergleichen.
- Thinking ist standardmäßig an und zählt zu `max_tokens` (bis 128.000). Wer weniger Denken will, senkt den Effort; die Anweisung im Prompt, direkt zu antworten, stoppte das Denken in Anthropics Tests nicht.
- Sitzung: Claude Code lässt Thinking für Haiku 5.5 nicht abschalten (Katalog `rejects_disabled_thinking`, Meldung „Thinking can't be turned off" im Abbild 2.1.296; gelesen, nicht gelaufen).
- API-Integration: `thinking: {"type": "disabled"}` geht nur bei `low`, `medium` und `high`, bei `xhigh` und `max` kommt 400.
- API-Integration: Auf `xhigh` schreibt das Modell in mehrstufigen Chats manchmal die ganze Antwort ins Thinking und endet ohne sichtbaren Text. Jede Antwort auf Leere prüfen.
- API-Integration: Ein geänderter Effort zwischen Anfragen entwertet den Prompt-Cache der Nachrichten. Ein Effort-Wechsel je Nachricht (Beta, Claude-API und Google Cloud, Header `mid-conversation-output-config-2026-07-01`, nur mit adaptivem Thinking) behält ihn.
## B2 Frühes Aufhören und Zusatzarbeit (Sitzung)
- Mit kurzem Systemprompt hört Haiku 5.5 selten zu früh auf. Mit langem Coding-Agent-Systemprompt auf `low` gibt es die Aufgabe manchmal früh an den Nutzer zurück.
- Gegenmittel laut Doku, sinngemäß im Systemprompt, zwei Teile: (1) weiterarbeiten, bis alles Verlangte erledigt ist, und nur fragen, wenn es ohne den Nutzer nicht weitergeht oder vor einem riskanten Schritt; (2) ist die Arbeit erledigt und geprüft, aufhören und berichten, keine ungefragten Features, Doku oder Refactorings, Vorschläge ans Ende.
- Im Vault deckt der Stoppsatz der Executer-Vorlage ([[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], A2) nur Teil (2). Die gleichlautende Regel in `.claude/agents/executer.md` steht im Abschnitt zu Sonnet 5.5; für Haiku trägt also die Vorlage. Teil (1) steht für lange Haiku-Aufträge in A4. Für die Hauptsitzung fügt Claude Code einen eigenen Absatz ein (A5).
- Höherer Effort hilft ebenfalls: Ohne den Text halbierte der Schritt von `low` auf `medium` das frühe Aufhören etwa und mehr als verdoppelte die Ausgabetokens je Versuch (Anthropics Tests).
- API-Integration: Neue Systemprompt-Texte nur in neuen Gesprächen ergänzen. Ein Gespräch, das mit geändertem `system` Thinking-Blöcke zurückschickt, kann mit 400 scheitern. Mitten im Gespräch gehört eine neue Anweisung in den neuesten Zug oder, auf Claude-API, Bedrock und Google Cloud, in eine System-Nachricht.
## B3 Änderungen echt prüfen (Sitzung)
- Auf `low` und `medium` meldet Haiku 5.5 eine Codeänderung manchmal als erledigt, ohne eine Prüfung gefahren zu haben.
- Gegenmittel laut Doku, sinngemäß im Systemprompt: Nach einer lauffähigen Codeänderung eine echte Prüfung fahren, die die Änderung ausübt — Tests, Typprüfung, Build oder der geänderte Befehl selbst. Eine reine Syntaxprüfung oder ein Prüfbefehl, der nicht startete, zählt nicht. Fehlen nur die deklarierten Abhängigkeiten, sie mit Paketmanager und Lockfile des Projekts installieren, nie über `sudo` oder den Systempaketmanager, sofern nicht anders angewiesen. Geht keine echte Prüfung, sagen, welche nicht lief und warum, statt die Änderung als erledigt zu melden.
- In Anthropics Tests prüfte das Modell damit öfter und leistete mehr, bei mehr Tokens.
- Im Vault abgedeckt durch `executer.md` (Arbeitsweise Punkt 4) und den Prüfbefehl mit Erwartung im Auftrag. Den Satz „Syntaxprüfung zählt nicht" führt `executer.md` im Abschnitt zu Sonnet 5.5; für Haiku steht er dort nicht ausdrücklich.
## B4 Suche und Datum (Sitzung, API-Integration)
- Mit einem Suchwerkzeug das heutige Datum mitgeben, im Systemprompt oder in der Werkzeugbeschreibung. Das Datum einmal zu Gesprächsbeginn einsetzen und `system` und `tools` danach unverändert lassen; an einem späteren Tag das neue Datum im neuesten Zug nennen.
- Auf `low` und bei langen Systemprompts sucht Haiku 5.5 manchmal nicht. Gegenmittel laut Doku, sinngemäß direkt nach dem Datum: Das Training endet lange vor heute; Rekorde, Amtsinhaber, Preise, Versionen, Regeln und alles „Neueste" vor der Antwort suchen, auch wenn du dir sicher bist; Unveränderliches braucht keine Suche; hängt die Antwort vom Ort ab, Land oder Region in die Suchanfrage.
- Wirkung in Anthropics Tests: mehr Suchen bei Fragen mit veränderter Antwort, bei Fragen ohne Suchbedarf nur 0 bis 3 Prozent zusätzliche Suchen. Bei kurzem Systemprompt kann der Zusatztext entfallen; auf `medium` ließ dort schon das Datum allein das Modell öfter suchen.
- Pauschalsätze wie „bei jeder Gegenwartsfrage suchen, egal wie sicher" vermeiden: In Anthropics Tests suchte das Modell damit bei der Hälfte der Fragen ohne Bedarf, ohne mehr richtige Antworten.
- Im Vault: Der Suchsatz der Recherche-Vorlage ([[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], A3) gilt auch, wenn ein Recherche-Auftrag auf Haiku läuft.
## B5 JSON-Ausgabe mit eigenen Werkzeugen (API-Integration)
- Mit abgeschaltetem Thinking und verlangtem JSON (Structured Outputs) überspringt Haiku 5.5 manchmal einen nötigen Werkzeugaufruf.
- Drei Wege laut Doku: adaptives Thinking lassen (`thinking` weglassen oder `adaptive`); `output_config.format` aus Anfragen nehmen, in denen ein Werkzeug nötig ist; den Aufruf per `tool_choice` erzwingen, dann ohne Text vor dem Aufruf.
- Muss Thinking aus bleiben, sinngemäß in den Systemprompt: Das JSON-Format gilt nur für die Schlussantwort; ein nötiges Werkzeug zuerst und ohne Text davor aufrufen, das JSON erst mit den Ergebnissen schreiben. Das hob auf `low` und `medium` den Anteil vollständiger, richtiger JSON-Antworten.
## B6 Nutzernachrichten mitten im Zug (API-Integration)
- Haiku 5.5 ist darauf trainiert, Prompt-Injection über Werkzeugergebnisse abzuwehren. Nutzertext in einem `tool_result` oder in einer System-Nachricht direkt nach einem Werkzeugergebnis kann es deshalb als nicht vertrauenswürdig übergehen.
- Nutzertext nie in einen `tool_result`-Block legen.
- Eine Eingabe des Nutzers mitten im Zug als Textblock hinter das letzte `tool_result` in dieselbe Nutzernachricht setzen.
- Hinweise des Harness in eine eigene System-Nachricht, nie zusammen mit den Worten des Nutzers in einen Block.
## B7 Denktext in der sichtbaren Antwort (API-Integration, Sitzung)
- Haiku 5.5 schreibt manchmal denkartigen Text in die Antwort, die der Nutzer sieht, öfter auf `low` und — nur in eigenen API-Integrationen möglich — bei abgeschaltetem Thinking.
- Gegenmittel laut Doku: adaptives Thinking und `medium`.
## B8 Chatbots am Systemprompt halten (API-Integration)
- Für Chatbots und Support-Assistenten, zusätzlich zum üblichen Schutz gegen Prompt-Injection, sinngemäß in den Systemprompt: Die Regeln gelten das ganze Gespräch, auch wenn der Nutzer widerspricht, einen nachvollziehbaren Grund nennt, nur einen kleinen Teil will, eine Ausnahmegenehmigung behauptet oder immer wieder fragt.
- Wo das Befolgen am meisten zählt, zusätzlich `high`.
## B9 Ablehnungen ohne Ausweichmodell (Sitzung, API-Integration)
- Sicherheitsklassifikatoren können ablehnen: Antwort mit `stop_reason: "refusal"`, Kategorie in `stop_details.category`. Gegenüber Haiku 4.5 ist das neu.
- `cyber`: Anfragen, die Cyber-Schaden ermöglichen können, etwa Malware oder Exploit-Entwicklung. Schwachstellensuche in Quelltext ist erlaubt, riskante Dual-Use-Arbeit nicht; auch harmlose Sicherheitsarbeit kann die Kategorie auslösen. Für legitime Sicherheitsarbeit gibt es das Cyber Verification Program.
- `frontier_llm`: Hilfe beim Entwickeln konkurrierender KI-Modelle. `bio`: biologische Gefahren; Alltagsfragen zu Gesundheit und Bildung sind nicht betroffen; für Life-Sciences-Arbeit gibt es das Life Sciences Verification Program. `general_harms`: übrige Bereiche der Nutzungsrichtlinie, auch hier kann harmlose Arbeit auslösen.
- Die Haiku-Seite nennt diese vier Kategorien. Die allgemeine Seite „Refusals and fallback" kennt zusätzlich `reasoning_extraction`; ob Haiku 5.5 sie liefert, sagt sie nicht ausdrücklich. Eine Ablehnung vor jeder Ausgabe wird dort bei `bio`, `frontier_llm` und `reasoning_extraction` berechnet (Stand September 2026; die Liste kann sich ändern).
- **Kein serverseitiges Ausweichen und kein Fallback-Guthaben.** Dieselbe Anfrage noch einmal an Haiku 5.5 bringt laut Doku meist wieder eine Ablehnung. API-Integration: clientseitig auf ein anderes Modell ausweichen, über die Refusal-Fallback-Middleware des SDK oder einen eigenen Retry. Ohne Fallback-Guthaben zahlt das Ausweichen das Cache-Schreiben des Ausweichmodells voll.
- Sonnet 5.5 weicht bei `cyber` und `frontier_llm` auf Sonnet 5 aus ([[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], C3), Haiku 5.5 nicht. Für den Vault: Bei Tasks aus Härtungs-, Firewall- und Sicherheitsprojekten bringt `modell: haiku` keinen Ausweichweg. Lehnt ein Haiku-Executer ab, führt er das im Bericht als abgelehnt (A6).
# Teil C — Spezifikation und API
## C1 Spezifikation
| Punkt | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Modell-ID | `claude-haiku-5-5`; veröffentlicht 2026-10-07, Stilllegung nicht vor 2027-10-07 | Doku, Übersicht |
| Plattformen | Claude-API, Amazon Bedrock (`anthropic.claude-haiku-5-5`), Google Cloud, Microsoft Foundry, Claude Platform on AWS | Doku, Übersicht |
| Kontext / Ausgabe | 1M / 128k; Batch bis 300k mit Header `output-300k-2026-03-24` | Doku; Katalog 1M / 128k |
| Preis je Mio. Tokens, Prompt bis 100.000 Tokens | 0,10 $ Eingabe, 0,50 $ Ausgabe, 0,125 $ Cache-Schreiben 5 min, 0,20 $ Cache-Schreiben 1 h, 0,01 $ Cache-Lesen | Doku; Katalog `haiku_55` |
| Preis je Mio. Tokens, Prompt über 100.000 Tokens | 0,50 $, 2,50 $, 0,625 $, 1 $, 0,05 $ | Doku; Katalog `haiku_55` |
| Was als Promptlänge zählt | alle Eingabetokens einer Anfrage, auch Cache-Lesen und Cache-Schreiben; jede Anfrage wird einzeln eingestuft | Doku, Preise |
| Batch | 50 % Nachlass auf Eingabe und Ausgabe | Doku, Übersicht |
| Cache-Lesen | 10 % des Eingabepreises (Opus 5.5 und Sonnet 5.5: 5 %) | Doku, Übersicht |
| Cache-Mindestlänge | 512 Tokens (Haiku 4.5: 4.096) | Doku, What's new |
| Wissensstand | Juni 2026 | Doku; Katalog |
| Effort | alle fünf Stufen; Standard `medium` auf der API und in Claude Code | Doku; Katalog `default_effort` |
| Kostenfaktoren je Stufe | im Katalog nicht hinterlegt | Katalog |
| Latenz | „Fastest" in der Vergleichstabelle (Sonnet 5.5: „Fast") | Doku, Übersicht |
| Tokenizer | wie Claude 4.7 und später; derselbe Text etwa 30 % mehr Tokens als bei Haiku 4.5 | Doku, What's new |
| Bilder | hochauflösende Stufe; große Bilder kosten mehr visuelle Tokens als bei Haiku 4.5 (Rechenbeispiel der Doku: 2000 × 1500 px etwa das 2,5-Fache) | Doku, Migration |
| Priority Tier | nicht unterstützt | Doku, Migration |
| Fast Mode | nicht in der Liste der unterstützten Modelle (dort nur Opus) | Doku, Fast Mode |
| Datenhaltung | kein Covered Model: Die 30-Tage-Pflicht gilt nur für Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5 und Mythos 5. Eine eigene Aussage zu Zero Data Retention für Haiku 5.5 gibt es nicht | Doku, API and data retention |
| Fähigkeiten im Katalog 2.1.296 | `effort`, `max_effort`, `xhigh_effort`, `adaptive_thinking`, `rejects_disabled_thinking`, `per_turn_effort`, `mid_conv_tool_change`, `context_management`, `lean_prompt`, `org_locked_thinking`, `haiku_5_5_early_stopping_guidance`; kein `refusal_fallback`, kein `mid_conv_system` | Katalog |
| Widersprüche Katalog gegen Doku | `rejects_disabled_thinking` gegen „`disabled` bis `high` erlaubt": Claude Code schaltet Thinking nicht ab, die Erlaubnis gilt nur für eigene API-Integrationen. Fehlendes `mid_conv_system` gegen die Doku, siehe C5 | Katalog; Doku |
## C2 Brüche und Änderungen gegenüber Haiku 4.5 (API-Integration)
Brüche mit 400:
- `thinking: {"type": "enabled", "budget_tokens": N}`. Ersatz: `thinking` weglassen oder `{"type": "adaptive"}`, gesteuert über den Effort.
- `temperature`, `top_p`, `top_k`: erlaubt sind nur `temperature` 1 und `top_p` 0,99. Jeder andere Wert liefert 400, auch `top_p` 1, jeder `top_k`-Wert und `temperature` zusammen mit `top_p`.
- Prefill, also eine abschließende Assistant-Nachricht, auch bei abgeschaltetem Thinking. `messages` endet mit einer Nutzernachricht.
- `computer_20250124` auf Claude-API und Google Cloud. Ersatz: `computer_toolset_20260801`.
- Thinking-Blöcke zurückschicken, nachdem `system`, `tools` oder frühere `messages` geändert wurden. Gespräche nur anhängen, nie ändern ([[AI/Regelwerk/api-mechanik|api-mechanik.md]]). Konten von vor dem 2026-08-31, 00:00 UTC, bekommen den Fehler nur mit gesetztem `thinking.block_binding.prefix_mismatch_behavior`.
Weitere Brüche, Fehlerbild in der Doku nicht genannt:
- `computer_20250124` nimmt Haiku 5.5 auch auf Bedrock nicht an. Ersatz dort: `computer_20251124` mit Header `computer-use-2025-11-24`.
- Structured Outputs gibt es für Haiku 5.5 auf Bedrock nicht; dort das Format im Prompt beschreiben oder ein Werkzeug ohne `strict` nutzen und die Ausgabe im Code prüfen.
- Ablehnungen über `stop_reason: "refusal"` sind neu (B9).
- Priority Tier fällt weg (C1).
Geändert:
- Eine Antwort kann mit Thinking-Blöcken beginnen; Inhaltsblöcke nach `type` wählen, nicht nach Position.
- Thinking-Text kommt standardmäßig leer zurück, nur mit Signatur; eine Zusammenfassung gibt es mit `"display": "summarized"`.
- Thinking zählt zu `max_tokens`. Ein kleines `max_tokens` aus Haiku-4.5-Zeiten kann nach dem Thinking-Block und vor jedem Text enden.
- Thinking-Blöcke aller früheren Züge bleiben im Kontext und zählen als Eingabe; Haiku 4.5 behielt nur die des letzten Zugs. Entfernen über Thinking Block Clearing.
- Thinking-Blöcke gelten nur im erzeugenden oder einem damit verknüpften Konto.
- Derselbe Text zählt etwa 30 % mehr Tokens, große Bilder mehr visuelle Tokens (C1): Prompts, `max_tokens` und Kostenschätzungen neu zählen.
- Context-Awareness-Tags werden nicht eingefügt; für ein Budget in Agentenschleifen gibt es Task Budgets (Beta, Header `task-budgets-2026-03-13`).
Neu: das Browser-Use-Werkzeug auf Claude-API und Google Cloud.
## C3 Unterschiede zu Sonnet 5.5 (API-Integration)
| Punkt | Haiku 5.5 | Sonnet 5.5 |
|---|---|---|
| Preis je Mio. Tokens | 0,10 $ / 0,50 $, über 100.000 Prompt-Tokens 0,50 $ / 2,50 $ | 2 $ / 10 $ |
| Cache-Lesen | 10 % des Eingabepreises | 5 % |
| Standard-Effort auf der API | `medium` | `high` |
| Thinking abschalten | `disabled` bis `high` erlaubt (nicht in Claude Code, C1) | `disabled` liefert 400 ([[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], C2) |
| Erzwungene Werkzeugwahl (`tool_choice` `any` oder `tool`) | angenommen, die Antwort beginnt dann ohne Thinking-Block mit dem Aufruf | 400 |
| Serverseitiges Ausweichen bei Ablehnung | keins, auch kein Fallback-Guthaben | Sonnet 5 für `cyber` und `frontier_llm` |
| Latenz laut Vergleichstabelle | „Fastest" | „Fast" |
| Gleich | 1M / 128k, Wissensstand Juni 2026, Sampling-Grenzen, Prefill-Verbot, Ausgabe nur Text | |
## C4 Thinking-Blöcke zwischen Modellen (API-Integration, Sitzung)
- Haiku 5.5 liest die Thinking-Blöcke von Sonnet 5, Opus 4.8, Haiku 4.5 und älteren Modellen. Ein Gespräch, das von Haiku 4.5 auf Haiku 5.5 wechselt, behält sein Denken.
- Die Blöcke von Opus 5, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und allen Fable- und Mythos-Modellen liest es nicht; die API verwirft sie ohne Fehler.
- Auf Claude-API und Google Cloud lesen Opus 5.5 und Sonnet 5.5 die Blöcke von Haiku 5.5.
- Folge für die Sitzung: A5, „Modellwechsel mitten in der Sitzung".
## C5 Weitere Funktionen
- Effort je Nachricht: Beta, Claude-API und Google Cloud, nicht Bedrock (B1).
- System-Nachrichten mitten im Gespräch: laut Doku auf Claude-API, Bedrock und Google Cloud. Der Katalog von Claude Code 2.1.296 führt für Haiku 5.5 aber kein `mid_conv_system`; welche Seite für Claude Code gilt, ist offen. Nutzertext gehört trotzdem in den Nutzerzug (B6).
- Werkzeugwechsel mitten im Gespräch: Beta auf denselben Modellen, auf der Claude-API mit Header `inline-tools-2026-09-15`. Für Änderungen, die ein Werkzeug per Referenz nennen, gilt der Header `mid-conversation-tool-changes-2026-07-01` auf Claude-API, Bedrock und Google Cloud.
- Task Budgets: Beta (C2).
- Computer Use nur über das Toolset (C2); dazu das Browser-Use-Werkzeug.
## Wohin die Punkte im Regelwerk zeigen
| Regelwerk-Datei | Verweist auf Abschnitt |
|---|---|
| [[CLAUDE|Claude.md]] (Rollentabelle, Regelwerk-Liste) | Gesamtdatei |
| [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]] (Schritt 3, Quorum, Effort je Rolle) | A1, A3, A7 |
| [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]] (C3, Haiku 4.5) | Gesamtdatei, A1 |
| [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]] (Geltungsbereich) | Gesamtdatei |
| [[AI/Regelwerk/prompting|prompting.md]] (Geltungsbereich) | Gesamtdatei |
| `.claude/agents/planer.md` (Kriterium `modell:`, typografische Zeichen) | A3, A4 |
## Referenzen
- [[CLAUDE|↑ Claude.md (Stamm)]] — Rollentabelle
- [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]] — Standardschleife, Modellzuordnung, Effort je Rolle, Quorum
- [[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]] — Auftragsvorlagen für Executer und Recherche
- [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]] — Haiku 4.5 (C3), Cyber-Schutz (B4)
- [[AI/Regelwerk/opus-5|opus-5.md]] und [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]] — die Schwestermodelle
- [[AI/Regelwerk/prompting|prompting.md]] — modellübergreifende Techniken
- [[AI/Regelwerk/api-mechanik|api-mechanik.md]] — Mechanik für eigene API-Integrationen
- [[AI/secondbrain/regelwerk-memory/2026-10-09-haiku-5-5-messung|Messbericht Haiku 5.5]] — Rohwerte der Messung
- Quellen (Rohtext abgerufen 2026-10-09): https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-haiku-5-5, https://platform.claude.com/docs/en/models/haiku-5-5/whats-new-haiku-5-5, https://platform.claude.com/docs/en/models/haiku-5-5/overview, https://platform.claude.com/docs/en/models/haiku-5-5/migration-guide, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/effort, https://platform.claude.com/docs/en/about-claude/pricing, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/refusals-and-fallback, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/mid-conversation-system-messages, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/task-budgets, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/fast-mode, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/thinking, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/context-windows, https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/api-and-data-retention
+3 -3
View File
@@ -5,13 +5,13 @@ title: Prompting-Grundlagen für aktuelle Claude-Modelle
summary: Die allgemeinen Prompt-Techniken aus der Anthropic-Doku „Prompting best practices" — Klarheit, Beispiele, XML-Struktur, Werkzeugnutzung, Thinking, lange Aufgaben, Subagenten. Verbindlich für Fable 5.1; andere Modelle entscheiden selbst.
tags: [regelwerk, modelle, prompting, subagenten]
created: 2026-09-05
updated: 2026-09-29
updated: 2026-10-09
source: https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/claude-prompting-best-practices
---
# Prompting-Grundlagen für aktuelle Claude-Modelle
> **Geltungsbereich.** Anthropic führt diese Seite als Referenz für **alle** aktuellen Modelle (Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5, Opus 5, Opus 4.8 bis 4.6, Sonnet 5, Sonnet 4.6, Haiku 4.5). Im Vault gilt trotzdem dieselbe Regel wie für [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]]: **Verbindlich nur für Claude Fable 5.1.** Opus 5, Sonnet 5 und Haiku 4.5 arbeiten nach ihren eigenen Optimierungen und entscheiden selbst, ob sie einen Punkt übernehmen. Wo die Doku eine Technik an einem bestimmten Modell gemessen hat, steht das Modell dabei — Anthropic selbst sagt, man solle sie vor der Übertragung auf ein anderes Modell an eigenen Evals nachprüfen.
> **Geltungsbereich.** Anthropic führt diese Seite als Referenz für **alle** aktuellen Modelle (Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5, Opus 5, Opus 4.8 bis 4.6, Sonnet 5, Sonnet 4.6, Haiku 4.5). Im Vault gilt trotzdem dieselbe Regel wie für [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]]: **Verbindlich nur für Claude Fable 5.1.** Opus 5, Sonnet 5, Haiku 4.5 und Haiku 5.5 ([[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]]) arbeiten nach ihren eigenen Optimierungen und entscheiden selbst, ob sie einen Punkt übernehmen. Wo die Doku eine Technik an einem bestimmten Modell gemessen hat, steht das Modell dabei — Anthropic selbst sagt, man solle sie vor der Übertragung auf ein anderes Modell an eigenen Evals nachprüfen.
> Angeordnet am 2026-09-05. Quelle abgerufen am 2026-09-05. Aussagen stammen aus der Doku, nicht aus eigener Messung.
## Wozu diese Datei
@@ -100,7 +100,7 @@ Randnotiz: Opus 4.5 ohne Thinking reagiert empfindlich auf das Wort „think"
**Lange Aufgaben und Zustand.** Aktuelle Modelle halten über lange Sitzungen die Orientierung, indem sie schrittweise vorgehen — wenige Dinge zugleich, stetig. Das trägt über mehrere Kontextfenster: arbeiten, Zustand sichern, in frischem Kontext weitermachen.
**Kontextbewusstsein** haben Sonnet 5, Sonnet 4.6, Sonnet 4.5 und Haiku 4.5 — sie kennen ihr verbleibendes Tokenbudget. Läuft ein Harness mit Kompaktierung oder Dateispeicher (wie Claude Code), sagt man das dem Modell, sonst wickelt es bei nahendem Limit von sich aus ab:
**Kontextbewusstsein** haben Sonnet 5, Sonnet 4.6, Sonnet 4.5 und Haiku 4.5 — sie kennen ihr verbleibendes Tokenbudget. Haiku 5.5, Sonnet 5.5 und die Opus-Modelle ab 4.7 bekommen die Tags nicht; für ein Budget gibt es dort Task Budgets (Doku „Context windows“, abgerufen 2026-10-09). Läuft ein Harness mit Kompaktierung oder Dateispeicher (wie Claude Code), sagt man das dem Modell, sonst wickelt es bei nahendem Limit von sich aus ab:
```text
Your context window will be automatically compacted as it approaches its limit, allowing you to continue working indefinitely from where you left off. Therefore, do not stop tasks early due to token budget concerns. As you approach your token budget limit, save your current progress and state to memory before the context window refreshes. Always be as persistent and autonomous as possible and complete tasks fully, even if the end of your budget is approaching. Never artificially stop any task early regardless of the context remaining.
+4 -4
View File
@@ -5,7 +5,7 @@ title: "Arbeiten mit Claude Sonnet 5.5"
summary: "Sonnet 5.5 als executer und recherche: Effort je Rolle nach Messung vom 2026-09-29, tokensparende Auftragsvorlagen, Prüfpunkte, Verhalten und Prompt-Muster, Spezifikation und API-Brüche."
tags: [regelwerk, modelle, sonnet, prompting]
created: 2026-09-29
updated: 2026-09-29
updated: 2026-10-09
source: "https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-sonnet-5-5"
---
@@ -28,7 +28,7 @@ Angeordnet von Pascal am 2026-09-29. Quellen: Anthropic-Doku (abgerufen 2026-09-
| Rolle | Effort | Grund |
|---|---|---|
| `executer` | `medium` | Katalog-Standard und Doku-Empfehlung für gut spezifizierte Agentenarbeit. Die Messung unten stützt die Wahl nur schwach: `low` fiel bei der strengeren Doku-Probe zweimal durch, `medium` einmal, `high` nie, bei gut 50 % mehr Ausgabe |
| `executer`, Abschrift mit typografischen Zeichen | `low` | Regel aus [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 3; auf 5.5 gleich treu wie `high` |
| `executer`, Abschrift mit typografischen Zeichen, nur wo `haiku` noch auf Haiku 4.5 auflöst (außerhalb der Anthropic-API) | `low` | Regel aus [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 3; auf der Anthropic-API läuft solche Abschrift seit 2026-10-09 auf Haiku 5.5; auf 5.5 gleich treu wie `high` |
| `recherche` | `medium` | nicht neu gemessen; Doku: `medium` für mehrstufige Werkzeugarbeit, `low` für einfache Subagenten |
Messung vom 2026-09-29, je Stufe zwei Kopfsitzungen `claude -p --model claude-sonnet-5-5 --effort <stufe>` mit dem Executer-Prompt als `--append-system-prompt`, Effort und Modell aus dem Transkript belegt, Mediane vom `pruefer` nachgerechnet:
@@ -41,7 +41,7 @@ Messung vom 2026-09-29, je Stufe zwei Kopfsitzungen `claude -p --model claude-so
Was die Messung nicht belegt:
- Beide Prüfstände sind klein. Lange Aufgaben mit vielen Dateien und Ermessen sind nicht gemessen.
- Die Kosten je Lauf (0,17–0,32 $) streuen nach Cache-Treffern der parallel gestarteten Läufe, nicht nach Stufe. Vergleichbar sind nur die Ausgabetokens.
- Die Kosten je Lauf (0,17–0,32 $ im Messbericht, vermutlich mit 0,20 $ Cache-Lesen gerechnet; mit dem Tarif aus C1 laut `pruefer` vom 2026-10-09 etwa 0,15–0,30 $) streuen nach Cache-Treffern der parallel gestarteten Läufe, nicht nach Stufe. Vergleichbar sind nur die Ausgabetokens.
- Die Abschrift ist auf allen Stufen gleich — gleich fehlerhaft an derselben Stelle. Das liegt an der Schreibschicht, nicht am Modell (Abschnitt A4).
- Laut Doku prüft Sonnet 5.5 auf `low` Änderungen manchmal nicht nach. Auf `low` **und** `medium` hält es bei langen Aufgaben eher an und fragt zurück (B2).
- Gemessen in Kopfsitzungen ohne Vault-`CLAUDE.md`, nicht als Subagent mit Frontmatter. Gemessen wurden Vorfassungen von `executer.md` (ohne den Stoppsatz aus A2) und `schreibstil.md`.
@@ -141,7 +141,7 @@ Aus „Prompting Claude Sonnet 5.5". Die Seite behandelt Antwortlänge, Code-Rev
|---|---|---|
| Modell-ID | `claude-sonnet-5-5`, veröffentlicht 2026-09-28 | Doku, Übersicht |
| Kontext / Ausgabe | 1M / 128k (Doku, Katalog); Batch bis 300k mit `output-300k-2026-03-24` (nur Doku) | Doku; Katalog |
| Preis je Mio. Tokens | 2 $ Eingabe, 10 $ Ausgabe, 0,20 $ Cache-Lesen (wie Sonnet 5) | Doku; Katalog `tier_2_10` |
| Preis je Mio. Tokens | 2 $ Eingabe, 10 $ Ausgabe, 0,10 $ Cache-Lesen (5 % des Eingabepreises; Sonnet 5: 0,20 $) | Doku, Preise; Katalog `tier_2_10_cache_read_0_10`, nachgelesen 2026-10-09 |
| Cache-Mindestlänge | 512 Tokens (Sonnet 5: 1.024) | Doku |
| Wissensstand | Juni 2026 | Doku; Katalog |
| Standard-Effort | API: `high`; Claude Code: `medium` | Doku; Katalog `default_effort` |
+4 -2
View File
@@ -5,7 +5,7 @@ title: Prompting-Hinweise für Claude Sonnet 5
summary: Verhaltensunterschiede und Prompt-Muster von Claude Sonnet 5 (Teil A) sowie Spezifikation, API-Brüche, Tokenizer, Cyber-Schutz, ZDR-Fähigkeit (Teil B) aus der Anthropic-Doku. Betrifft den Executer und die Recherche-Agenten.
tags: [regelwerk, modelle, sonnet, prompting]
created: 2026-09-05
updated: 2026-09-29
updated: 2026-10-09
source: https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-sonnet-5
---
@@ -204,7 +204,9 @@ Von Claude 3.x zusätzlich: Sampling-Parameter entfernen; Werkzeugversionen `tex
## C3 Von Haiku 4.5 — für den Vault der wichtigste Abschnitt
Haiku 4.5 ist unser Modell für reine Abschrift-Tasks ([[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 3). Der Leitfaden benennt, wie weit Haiku 4.5 und Sonnet 5 auf API-Ebene auseinanderliegen — weiter als benachbarte Modelle einer Klasse:
> Seit 2026-10-07 löst `haiku` in Claude Code auf der Anthropic-API auf Haiku 5.5 auf. Dieser Abschnitt beschreibt Haiku 4.5, das der Alias nur noch außerhalb der Anthropic-API wählt (Liste der Anbieter: haiku-5-5.md, A1). Haiku 5.5: [[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]].
Haiku 4.5 war bis 2026-10-07 unser Modell für reine Abschrift-Tasks ([[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], Schritt 3). Der Leitfaden benennt, wie weit Haiku 4.5 und Sonnet 5 auf API-Ebene auseinanderliegen — weiter als benachbarte Modelle einer Klasse:
| | Haiku 4.5 | Sonnet 5 |
|---|---|---|
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@@ -67,14 +67,14 @@ Rollen sind fest auf Modelle verteilt. **Beim Starten eines Subagenten immer das
| Rolle | Agent | Modell | Effort |
| -------------------------------------------- | ----------------- | ----------------------------------------------- | ---------------------------------------- |
| Koordinator (klären, entscheiden, committen) | Hauptsitzung | Opus 5.5 (`opus`) | Sitzungseinstellung |
| Koordinator (klären, entscheiden, committen) | Hauptsitzung | Opus 5.5 (`opus`); eine Sitzung auf Haiku 5.5 nur für Fragen und Nachschlagen ([[AI/Regelwerk/haiku-5-5]], A5) | Sitzungseinstellung |
| Planen, Spezifizieren | `planer` | Opus 5.5 (`opus`) | `high` (Frontmatter) |
| Prüfen, Review, Verifikation | `pruefer` | Opus 5.5 (`opus`) | `high` (Frontmatter) |
| Quorum am Meilenstein, nur lesend | `quorum-stimme` | Opus 5.5 (`opus`), im Workflow `quorum` auch `sonnet`, Ersatz `haiku` | `high` (Frontmatter); Haiku kennt keinen |
| Umsetzen (Code schreiben, ändern, testen) | `executer` | Sonnet 5.5 (`sonnet`), bei reiner Abschrift Haiku | `medium` (Frontmatter); Haiku kennt keinen |
| Quorum am Meilenstein, nur lesend | `quorum-stimme` | Opus 5.5 (`opus`), im Workflow `quorum` auch `sonnet`, Ersatz `haiku` | `high` (Frontmatter), auch für Haiku 5.5 |
| Umsetzen (Code schreiben, ändern, testen) | `executer` | Sonnet 5.5 (`sonnet`), bei reiner Abschrift Haiku 5.5 (`haiku`) | `medium` (Frontmatter), auch für Haiku 5.5 |
| Recherche, Suche, Erkundung | `recherche` | Sonnet 5.5 (`sonnet`) | `medium` (Frontmatter) |
Die Aliasse `opus` und `sonnet` lösen in Claude Code 2.1.285 auf `claude-opus-5-5` bzw. `claude-sonnet-5-5` auf (Modellkatalog im Programm, beide nachgelesen 2026-09-29). Effort `medium` für den `executer` auf Sonnet 5.5 ist am 2026-09-29 gemessen, für `recherche` nicht: [[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], A1. Der eingebaute Agent `Explore` lädt diese Datei nicht und kennt die Vault-Regeln deshalb nicht — nur für reine Dateisuche; `general-purpose` erbt den Sitzungs-Effort und ist durch `recherche` ersetzt. Wann Haiku statt Sonnet, die Belege dazu und die Zuordnung der Superpowers-Skills: [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]].
Die Aliasse `opus` und `sonnet` lösen in Claude Code 2.1.285 auf `claude-opus-5-5` bzw. `claude-sonnet-5-5` auf (Modellkatalog im Programm, beide nachgelesen 2026-09-29). `haiku` löst laut Transkripten seit 2.1.293 auf `claude-haiku-5-5` auf, das anders als Haiku 4.5 Effort kennt und ihn aus dem Frontmatter oder der Sitzung bekommt (nachgelesen 2026-10-09 in 2.1.296): [[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]]. Effort `medium` für den `executer` auf Sonnet 5.5 ist am 2026-09-29 gemessen, für `recherche` nicht: [[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], A1. Der eingebaute Agent `Explore` lädt diese Datei nicht und kennt die Vault-Regeln deshalb nicht — nur für reine Dateisuche; `general-purpose` erbt den Sitzungs-Effort und ist durch `recherche` ersetzt. Wann Haiku statt Sonnet, die Belege dazu und die Zuordnung der Superpowers-Skills: [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]].
**Ein Subagent ohne eigenen Effort erbt den der Hauptsitzung.** Läuft sie auf `xhigh` oder `max`, kostete ein Sonnet-5-Agent laut Katalog das 2,4- bzw. 5,6-Fache von `high`; für Sonnet 5.5 nennt der Katalog keine Faktoren. Deshalb trägt jede Agentendatei `effort:`. In Workflows bekommt jeder `agent()`-Aufruf `model`; den Effort liefert mit `agentType` dessen Frontmatter, ohne `agentType` wird er mitgegeben, und ein `effort`-Parameter neben `agentType` steht nur für eine bewusste Abweichung. **Wie viele Opus-Agenten gleichzeitig laufen, entscheidet der Verbrauch:** Vor jeder Opus-Staffel liest der Workflow `verbrauch` das 5-Stunden-Fenster und die Woche ab und senkt die Plätze bei hohem Verbrauch bis auf keinen. Bis zur Eichung der Stufen laufen drei Opus-Agenten gleichzeitig nur in den Linsen der Plankritik, sonst höchstens zwei; danach bis vier für Reviews und Erstplanung. Ohne Ablesung, also außerhalb der Desktop-App oder als Kind eines Workflows, gilt die Zwei; wer Opus-Agenten über das Agent-Werkzeug startet, liest vorher selbst `get_usage`. Für Plankritik, Executer-Welle, Prüfung und Erstplanung gibt es gespeicherte Workflows unter `.claude/workflows/`, in denen das eingebaut ist (`plankritik`, `executer-welle`, `pruefung`, `planung`), dazu `welle-mit-pruefung` für Schritt 3 und 4 in einem Aufruf und `quorum` für die Prüfung am Meilenstein. Eine geänderte Agentendatei oder ein neuer gespeicherter Workflow wirkt in der laufenden Sitzung nicht sofort, sondern erst nach einer Weile (am 2026-09-23 knapp eine Stunde, am 2026-09-24 gut 20 Minuten) oder in der nächsten Sitzung. Ob ein Effort greift, zeigt nur das Feld `effort` im Transkript; ein noch unbekannter Workflow geht so lange über `scriptPath`. Messung und Begründung je Rolle: [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]], „Effort je Rolle"; Stufen und Belege zum Verbrauch dort unter „Verbrauch und Opus-Plätze".
@@ -99,6 +99,7 @@ Jede Datei triggert nur den betreffenden Teil — nicht bei jeder Aufgabe alles
- Wöchentlicher Depotbericht → [[AI/Regelwerk/portfolio-monitor|portfolio-monitor.md]] — der Lauf handelt nicht.
- Wöchentliche Rückschau → [[AI/Regelwerk/woechentliche-rueckschau|woechentliche-rueckschau.md]]
- Sitzung läuft auf Claude Fable 5.1, oder eine API-Integration zielt auf Fable 5.1 → [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]]
- Sitzung läuft auf Claude Haiku 5.5, ein Task trägt `modell: haiku`, Haiku springt im Quorum ein, oder eine API-Integration zielt auf Haiku 5.5 → [[AI/Regelwerk/haiku-5-5|haiku-5-5.md]]
- Auftrag an `planer` oder `pruefer` (Opus 5) schreiben → [[AI/Regelwerk/opus-5|opus-5.md]]; an `executer` oder Recherche (Sonnet 5.5) → [[AI/Regelwerk/sonnet-5-5|sonnet-5-5.md]], Vorgänger und Cyber-Schutz in [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]]; Subagenten-Auftrag, Agent- oder Skill-Datei, System-Prompt allgemein → [[AI/Regelwerk/prompting|prompting.md]]. Verbindlich für Fable 5.1 als Auftraggeber, andere Modelle entscheiden selbst.
- Code gegen die Claude Messages API (eigener Agent, Harness, Werkzeug) → [[AI/Regelwerk/api-mechanik|api-mechanik.md]] — nicht für die Claude-Code-Sitzung selbst.