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Pascal MichelandClaude Opus 5 2c9a4475fc Regelwerk, Agenten, Skills und Werkzeuge veröffentlichen
Erster Stand des öffentlichen Ausschnitts aus dem Vault. Die .gitignore
arbeitet als Positivliste: ausgeschlossen ist alles, eingeschlossen nur,
was ausdrücklich wieder aufgenommen wird. Notizen, Projekte, Finanzen,
das Sitzungsgedächtnis und settings.local.json bleiben damit außen vor.

Der Kundenname in AI/Regelwerk/seo.md ist durch eine neutrale
Bezeichnung ersetzt; die Regeln selbst sind unverändert.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <[email protected]>
2026-09-17 22:38:15 +02:00

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type: resource
status: reference
title: Prompting-Hinweise für Claude Opus 5
summary: Verhaltensunterschiede und Prompt-Muster von Claude Opus 5 (Teil A) sowie Spezifikation, API-Brüche, neue Funktionen, Preise (Teil B) aus der Anthropic-Doku. Betrifft Koordinator, Planer und Prüfer.
tags: [regelwerk, modelle, opus, prompting]
created: 2026-09-05
updated: 2026-09-05
source: https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-opus-5
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# Prompting-Hinweise für Claude Opus 5
> **Geltungsbereich.** Diese Datei beschreibt, wie sich **Claude Opus 5** verhält und wie man Aufträge an es formuliert. Im Vault läuft Opus 5 als Koordinator, als `planer` und als `pruefer`. Zwei Leser: (1) **Fable 5.1**, wenn es als Koordinator einen Auftrag an einen Opus-Subagenten schreibt — dann ist das hier verbindlich für die Formulierung. (2) **Opus 5 selbst** — es arbeitet nach seinen eigenen Optimierungen und entscheidet selbst, ob es einen Punkt übernimmt. Die Rollentabelle im Stamm ([[CLAUDE|Claude.md]]) bleibt unverändert.
> Angeordnet am 2026-09-05. Quellen: „Prompting Claude Opus 5" (Teil A), „What's new in Claude Opus 5" (Teil B) und der Migrationsleitfaden (Teil C), alle abgerufen am 2026-09-05. Aussagen stammen aus der Doku, nicht aus eigener Messung.
## Wozu diese Datei
Opus 5 läuft laut Doku auf bestehenden Opus-4.8-Prompts gut. Was sich am häufigsten nachstellen lässt, sind sieben Dinge — und drei davon treffen genau unsere Prüfer-Rolle: Über-Verifikation durch alte Prüfanweisungen, zu bereitwilliges Delegieren, und Prüfaufträge, die durch „nur Wichtiges melden" die Trefferquote senken.
## 1 Was Opus 5 besser kann (gegenüber Opus 4.8)
- **Agentisches Codieren.** Am stärksten bei schwierigen Aufgaben: Mehrdatei-Features, größere Refactorings, Feature-Arbeit von Anfang bis Ende. Es liefert komplett statt Stubs und Platzhalter und arbeitet am besten, wenn es die **vollständige Spezifikation vorab** bekommt und dann laufen darf. Das ist die Doku-Begründung für Schritt 2 der Standardschleife: kein Platzhalter, kein „analog zu Task N".
- **Code-Review und Fehlersuche.** Hohe Präzision und hohe Trefferquote: viele echte Fehler je Durchgang, wenig Fehlalarme. Die Genauigkeit hält auch bei niedrigem Effort — ein schneller Durchgang beim Review, ein gründlicher später. **Vorbehalt der Doku:** Sagt der Prüfauftrag „only report high-severity issues" oder „be conservative", befolgt Opus 5 das wörtlich und meldet weniger. **Alles melden lassen und in einem getrennten Schritt filtern.** Das betrifft jeden `pruefer`-Auftrag direkt — siehe Abschnitt 8.
- **Effizienz bei niedrigem Effort.** `low` und `medium` liefern starke Qualität bei einem Bruchteil der Tokens und Latenz. Doku-Empfehlung: bei `high` starten, dann `low`/`medium` großzügig als Hauptregler für Kosten nutzen, wo die Qualität hält; `xhigh` für anspruchsvolle Coding- und Agentenarbeit. Übernommene Effort-Voreinstellungen von Vorgängermodellen neu ausmessen.
- **Bildverständnis.** Diagramme, Dokumente, UI-Nachbau. Werkzeuge zum iterativen Zuschneiden und Prüfen sind laut Doku ein günstigerer Hebel als mehr Thinking. Prompt-Umgehungen für ältere Modelle neu prüfen — sie sind womöglich unnötig.
- **Langer Kontext.** 1M Tokens als Standard und Maximum; Anweisungstreue, Werkzeugaufrufe und Schließen bleiben über das ganze Fenster konsistent.
- **Office-Aufgaben.** Mehrblatt-Tabellen mit nichttrivialen Formeln, strukturierte Foliensätze. Stile und Vorlagen mitgeben.
- **Multi-Agent-Koordination.** Koordiniert Subagenten-Teams gut, mit funktionierenden Schreiber-Prüfer-Mustern und wenig gegenseitigem Überschreiben. Bei kostenempfindlichen Arbeiten die Delegation deckeln — Abschnitt 5.
## 2 Antwortlänge
Die Antworten von Opus 5 an den Nutzer sind länger als bei früheren Opus-Modellen. **Effort steuert das Denken, nicht das Reden:** niedrigerer Effort senkt das Thinking-Volumen, kürzt aber die sichtbare Antwort nicht verlässlich. Länge muss man ausdrücklich anfordern:
```text
Keep responses focused, brief, and concise. Keep disclaimers and caveats short, and spend most of the response on the main answer. When asked to explain something, give a high-level summary unless an in-depth explanation is specifically requested.
```
In einem langen System-Prompt zusätzlich eine kurze Erinnerung nahe am Ende:
```text
<tone_preference>
Keep outputs reasonably concise.
</tone_preference>
```
## 3 Fortschrittsmeldungen
Opus 5 erzählt bei agentischer Arbeit bereitwillig: Es kündigt an, was es gleich tut, und seine Nachrichten je Schritt sind oft länger als bei Vorgängern. Das ist die **Gegentendenz zu Fable 5.1** (fable-5-1.md, Abschnitt 2). Zum Herunterregeln Takt und Form beschreiben:
```text
Before your first tool call, say in one sentence what you're about to do. While working, give a brief update only when you find something important or change direction. When you finish, lead with the outcome: your first sentence should answer "what happened" or "what did you find," with supporting detail after it for readers who want it.
```
Zum Hochregeln oder Umstellen derselbe Hebel andersherum: beschreiben, wie Updates aussehen sollen, mit Beispielen. **Positive Beispiele des gewünschten Stils wirken besser als Verbote.**
## 4 Länge geschriebener Dokumente
Getrennt von der Gesprächslänge: Dateien, die Opus 5 auf die Platte schreibt — Berichte, Markdown, Zusammenfassungen —, sind oft länger als bei Vorgängern. Für den Vault, in dem der Planer Pläne und der Koordinator Sitzungsprotokolle schreibt, heißt das: Länge ausdrücklich kalibrieren.
```text
Match the length of written documents to what the task needs: cover the substance, but do not pad with filler sections, redundant summaries, or boilerplate.
```
Deckt sich mit [[AI/Regelwerk/schreibstil|schreibstil.md]] („Kein Fazit, das wiederholt, was oben stand") und mit Punkt 6 der [[AI/Regelwerk/dokumentations-grossprojekte|Dokumentations-Großprojekte]] (keine Zeilenzahl-Vorgaben, sondern inhaltliche Mindestanforderungen).
## 5 Umfang und Über-Verifikation
**Opus 5 prüft seine Arbeit von sich aus.** Enthält ein Prompt ausdrückliche Prüfanweisungen („include a final verification step for any non-trivial task", „use a subagent to verify"), **entfernen**: Sie führen zu Über-Verifikation, und das Entfernen spart Tokens ohne Qualitätsverlust. Dasselbe gilt für altes Harness-Gerüst mit separaten Prüfschritten.
**Für den Vault ist das eine Grenze, die man kennen muss.** Die Standardschleife verlangt in Schritt 4 eine Gegenprüfung durch den Koordinator und kennt den `pruefer` als zweites Paar Augen. Das ist **keine** Prüfanweisung im Sinne der Doku, sondern eine Rollenaufteilung mit belegtem Ertrag (fünf Fehler im Bookstack-Upload, keiner aus der Testsuite). Was die Doku meint, ist die Anweisung *an denselben Agenten*, sich selbst nochmal zu prüfen — die steht in keinem unserer Agenten-Prompts und gehört auch in keinen Auftrag an einen Opus-Subagenten. Wer einen `planer`- oder `pruefer`-Auftrag schreibt, lässt „double-check", „verify your work before responding" und Ähnliches weg.
Opus 5 **weitet Aufgaben auch aus**: fügt ungefragte Schritte hinzu, legt selbst fest, was die Aufgabe sein sollte. Bei eng umrissenen Aufgaben den Umfang ausdrücklich begrenzen:
```text
Deliver what was asked, at the scope intended. Make routine judgment calls yourself, and check in only when different readings of the request would lead to materially different work. If the request seems mistaken or a better approach exists, say so in a sentence and continue with the task as asked rather than quietly narrowing, widening, or transforming it. Finish the whole task, and stop short of actions that are clearly beyond what was asked.
```
Das ist inhaltlich die Kurzfassung des Blocks „Delivering work" aus fable-5-1.md Abschnitt 8 — dieselbe Regel, für beide Modelle.
## 6 Subagenten dosieren
**Opus 5 delegiert bereitwilliger als Vorgänger.** Das lohnt sich bei wirklich unabhängigen, umfangreichen Arbeitssträngen und vervielfacht Kosten und Zeit bei kleinen Aufgaben. Der Doku-Block:
```text
Delegate to a subagent only for large tasks that are genuinely independent and parallelizable, such as a wide multi-file investigation. Do not delegate work you can finish yourself in a handful of tool calls, and do not use subagents to verify or double-check your own work. If one subagent can complete the task, use one rather than several, and keep spawn counts low.
```
**Vorbehalt für den Vault:** Der Satz „do not use subagents to verify or double-check your own work" widerspricht *wörtlich* dem `pruefer`-Einsatz in Schritt 4. Der Widerspruch löst sich so: Die Doku meint das Verdoppeln der *eigenen* Prüfung. Bei uns prüft der Prüfer die Arbeit des *Executers*, nicht die des Koordinators, und der Koordinator prüft zusätzlich selbst. Das bleibt. Was die Doku trifft, ist der Reflex, für einen `grep` oder eine Zwei-Dateien-Recherche einen Subagenten zu starten — dafür gibt es im Codeworkflow die Tabelle „Wann die Schleife entfällt".
**Deterministische Deckel in Claude Code und Agent SDK:** die Umgebungsvariablen `CLAUDE_CODE_MAX_SUBAGENT_SPAWN_DEPTH` und `CLAUDE_CODE_MAX_CONCURRENT_SUBAGENTS` sowie die SDK-Option `max_budget_usd`. Sie brauchen Claude Code 2.1.217 oder neuer. Claude Code fügt bei Opus 5 eine eigene Delegationsanweisung nur hinzu, wenn der `claude_code`-System-Prompt-Preset genutzt wird; bei eigenem oder fehlendem System-Prompt muss man sie selbst ergänzen.
## 7 Selbstkorrektur
Opus 5 fängt eigene Fehler ohne Aufforderung. Anweisungen wie „double-check your answer" oder „re-verify before responding" **weglassen** — sie verstärken das ohnehin vorhandene Verhalten und kosten nur.
Es **erzählt Korrekturen** früherer Aussagen mehr als Vorgänger, was in Nutzerprodukten stören kann. Zum Begrenzen auf Korrekturen, die zählen:
```text
Only correct an earlier statement when the error would change the user's code, conclusions, or decisions. State corrections plainly and briefly, then continue the task. For slips that change nothing for the user, make the fix and move on without noting it.
```
## 8 Prüfaufträge an Opus 5 — was das für den `pruefer` heißt
Zusammengefasst aus den Abschnitten 1, 5 und 7, weil es der wichtigste Punkt dieser Datei für den Vault ist:
- **Keine Schwelle im Auftrag.** „Nur blockierende Befunde", „sei konservativ", „keine Kleinigkeiten" senkt bei Opus 5 die Trefferquote, weil es die Schwelle wörtlich nimmt und Funde still weglässt. Der Prüfer meldet alles, mit Schweregrad — und der Koordinator filtert. Genau so ist das Berichtsformat in `.claude/agents/pruefer.md` schon gebaut (`[blockierend|wichtig|klein]`); der Auftrag darf das nicht durch eine Schwelle aushebeln.
- **Keine Selbstprüf-Anweisung.** Kein „prüfe deinen Bericht nochmal", kein „verifiziere doppelt". Das Pflichtprogramm des Prüfers (Testlauf selbst, Artefakte selbst, eigener Lauf mit echten Daten) ist etwas anderes: Es prüft fremde Arbeit, nicht die eigene.
- **Zweistufig, wenn Filterung gewünscht.** Erst Abdeckung, dann Filterung — als getrennter Auftrag oder durch den Koordinator. Wer in einem Durchgang filtern lassen will, benennt die Schwelle konkret statt qualitativ: „melde alles, was falsches Verhalten, einen Testfehlschlag oder ein irreführendes Ergebnis verursachen kann; lass nur reine Stil- und Namensfragen weg". Der ausführliche Block dazu steht in [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]], Abschnitt 9, und gilt laut Doku für beide Modelle.
## 9 Thinking ausgeschaltet
Opus 5 läuft mit Thinking an; abschalten geht nur bei Effort `high` oder niedriger. Mit Thinking aus können zwei Artefakte in der sichtbaren Ausgabe auftauchen. **Erste Abhilfe für beide: Thinking anlassen und Kosten über niedrigen Effort steuern** — für die meisten Aufgaben ist Thinking bei `low` besser als Thinking aus bei ähnlichen Kosten.
- **Werkzeugaufrufe als Text.** Das Modell schreibt gelegentlich einen Werkzeugaufruf in den Text statt als `tool_use`-Block. Die Runde endet normal, der Aufruf läuft nie, und in Agentenschleifen bleibt der Text im Verlauf und beeinflusst spätere Runden. Am häufigsten bei werkzeuglastigen Aufgaben wie Suche.
- **Interne XML-Tags in der Ausgabe.** `<thinking>` oder andere interne Tags im sichtbaren Text. Steht im System-Prompt eine Regel „nicht denken" oder „nicht schließen", entfernen — sie erhöht das Durchsickern.
Für Integrationen, die Thinking aus halten müssen, eine kombinierte Anweisung:
```text
When you use a tool, you may say a brief sentence first. If no tool can express what the user asked for, say so instead of guessing. Do not include internal or system XML tags in your response.
```
Anweisungen, die Thinking-Tags beim Namen nennen, wirken laut Doku schlechter als die allgemeine Form — nicht benennen.
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# Teil B — Was sich an Modell und API geändert hat
Aus der Anthropic-Seite „What's new in Claude Opus 5", abgerufen am 2026-09-05. Teil A ist das Verhalten; das hier sind Spezifikation, Brüche, neue Funktionen, Preise und Verfügbarkeit.
## B1 Einordnung und Spezifikation
Opus 5 ist laut Anthropic ein Sprung gegenüber Opus 4.8, kein Schritt — die größten Gewinne bei tiefem Schließen, agentischen und langen Aufgaben und der Umsetzung von zusätzlichem Effort in bessere Ergebnisse. Es liefert laut Doku **Frontier-Intelligenz zur Hälfte der Kosten von Fable 5**. Das ist der zweite Doku-Beleg für die Rollentabelle: Koordinator, Planer und Prüfer auf Opus 5, Fable 5.1 nur dort, wo Opus 5 bei höherem Effort nicht reicht.
| | Opus 5 |
|---|---|
| API-ID | `claude-opus-5` |
| Kontextfenster | 1M Tokens (Standard und Maximum, keine kleinere Variante) |
| Maximale Ausgabe | 128k Tokens |
| Thinking | adaptiv, standardmäßig an; abschaltbar nur bis Effort `high` |
| Priority Tier | nicht unterstützt |
| Preis | 5 $ Eingabe, 25 $ Ausgabe je Million Tokens — unverändert gegenüber Opus 4.8 |
| Cache-Minimum | 512 Tokens (Opus 4.8: 1.024) |
Fähigkeitsgewinne in neun Bereichen: tiefes Schließen über lange Problemketten; agentisches Codieren ohne Stubs und Platzhalter; Skalierung mit Effort bis `max`; Effizienz bei `low`/`medium`; Code-Review mit hoher Trefferquote und wenig Fehlalarmen, auch bei niedrigem Effort; Bildverständnis mit Zuschneide-Werkzeugen; konsistentes Verhalten über das ganze 1M-Fenster; Mehrblatt-Tabellen und Foliensätze; Multi-Agent-Koordination mit Schreiber-Prüfer-Mustern.
## B2 Zwei Brüche gegenüber Opus 4.8 (API-Integrationen)
**Thinking ist standardmäßig an.** Bei Opus 4.8 lief eine Anfrage ohne `thinking`-Feld ohne Thinking; bei Opus 5 mit adaptivem Thinking, Tiefe über `effort`. `thinking: {"type": "adaptive"}` bleibt gültig und ist dem Standard gleich. Folgen für Code, der bei 4.8 ohne Thinking lief: Eine Antwort kann mit einem oder mehreren `thinking`-Blöcken beginnen (bei `display: "omitted"` mit leerem Feld) — **Inhaltsblöcke nach `type` auswählen, nicht `content[0].text` lesen** und nicht den ersten gestreamten Block als Text behandeln. Tool-Schleifen geben Thinking-Blöcke vollständig und unverändert mit den Werkzeugergebnissen zurück. Thinking-Tokens werden als Ausgabetokens berechnet und zählen gegen `max_tokens` — Budget und Kostenbasis neu bemessen.
**Thinking abschalten nur bis Effort `high`.** `thinking: {"type": "disabled"}` mit `xhigh` oder `max` liefert 400. Gilt für Opus 5 und alle späteren Modelle. Wer bei 4.8 Thinking bei hohem Effort abschaltete: entweder Thinking aus und Effort auf `high` oder niedriger, oder Effort behalten und das `thinking`-Feld entfernen. Die Artefakte bei abgeschaltetem Thinking (Werkzeugaufruf als Text, interne XML-Tags) stehen in Teil A, Abschnitt 9.
## B3 Vier neue Funktionen
- **Werkzeugänderungen mitten im Gespräch (Beta).** Header `mid-conversation-tool-changes-2026-07-01`. Werkzeuge zwischen Runden hinzufügen oder entfernen, ohne den Prompt-Cache zu verlieren — statt eine feste Liste über die ganze Sitzung mitzusenden.
- **Fallback-Modus `default`.** Der `fallbacks`-Parameter kennt `"default"`: Anthropics empfohlene Fallback-Modelle je Ablehnungskategorie statt einer selbst gepflegten Liste. Ganz in Beta, Header `server-side-fallback-2026-07-01` (der ältere `…-2026-06-01` akzeptiert nur explizite Listen).
- **Niedrigeres Cache-Minimum.** 512 statt 1.024 Tokens — kurze Prompts, die bei 4.8 nicht cachebar waren, erzeugen jetzt ohne Codeänderung Cache-Einträge.
- **Fast Mode (Research Preview).** Nur auf der Claude API, nicht auf Bedrock, AWS-Plattform, Google Cloud oder Foundry. Preis 10 $ Eingabe, 50 $ Ausgabe je Million Tokens — also das Doppelte des Normalpreises für höhere Ausgabegeschwindigkeit. In Claude Code ist das der `/fast`-Schalter.
**Effort zählt mehr.** Opus 5 setzt zusätzlichen Effort verlässlicher in bessere Ergebnisse um als jedes frühere Opus-Modell. Die ganze Leiter `low` bis `max` ist verfügbar. Bei `xhigh` oder `max` ein großes `max_tokens` setzen, damit Platz zum Denken und Handeln über Subagenten und Werkzeugaufrufe bleibt; die Doku zeigt 64.000 mit Streaming, weil ein so großes Budget die Zeitgrenze für nicht gestreamte Anfragen überschreiten kann.
## B4 Verfügbarkeit
Claude API (`claude-opus-5`), Amazon Bedrock (`anthropic.claude-opus-5`, auch über `InvokeModel` auf `bedrock-runtime`; die Legacy-Bedrock-Integration führt es nicht), Claude Platform on AWS, Google Cloud (`claude-opus-5`), Microsoft Foundry. Opus 4.8 bleibt überall verfügbar. Diese Seite sagt nichts zur Datenhaltung; **der Fable-5.1-Migrationsleitfaden sagt es: Opus 5 ist unter Zero Data Retention verfügbar**, ebenso Opus 4.8. Damit sind Opus 5 und Sonnet 5 ZDR-fähig, Fable 5.1 nicht.
## B5 Umstieg von Opus 4.8
Modell-ID auf `claude-opus-5`, dann die zwei Brüche aus B2 prüfen: Inhaltsblöcke nach `type` auswählen, und kein `disabled`-Thinking bei `xhigh`/`max`. Was der Migrationsleitfaden darüber hinaus sagt, gestaffelt nach Ausgangsmodell: Teil C unten.
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# Teil C — Migrationsleitfaden
Aus „Migrating to Claude Opus 5", abgerufen am 2026-09-05. Der Leitfaden hat Abschnitte je Ausgangsmodell (Opus 4.8, 4.7, 4.6 und älter, 4.5 und älter, 4.1 und älter, Sonnet 5). Hier steht, was über Teil B hinausgeht, nach Ausgangsmodell gestaffelt — jede Stufe schließt die davor ein. In Claude Code gibt es `/claude-api migrate this project to claude-opus-5`; für den Skill gilt dasselbe wie in [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]] C1.
## C1 Was auf Opus 5 fehlt — zwei Lücken, die Teil B nicht nennt
- **Web Fetch ist auf Opus 5 nicht verfügbar.** Auf Sonnet 5 schon. Wer im Koordinator oder Prüfer eine Seite ziehen will, hat in einer Opus-Sitzung dieses Werkzeug nicht über die API — in Claude Code kommt WebFetch aus dem Harness, das ist etwas anderes. Für eigene Integrationen: Alternative einplanen.
- **Priority Tier wird nicht unterstützt.** Wer eine Priority-Tier-Zusage hat, plant Kapazität getrennt; Opus 4.8 behält sie.
## C2 Von Opus 4.8 — Ergänzungen
- **Thinking-Blöcke unverändert zurückgeben, auch leere.** Die Assistant-Nachricht wie empfangen zurückspielen, nicht nach Typ filtern oder neu bauen — bearbeitete, umsortierte oder teilweise gelöschte Blöcke liefern 400.
- **Die Effort-Sperre gilt je Anfrage.** Eine Anfrage, die bei abgeschaltetem Thinking auf `xhigh` oder `max` hochgeht, wird abgelehnt, auch wenn frühere Anfragen im selben Gespräch durchgingen.
- **`max_tokens` bei `xhigh`/`max`: bei 64k anfangen.** `max` kann bei einfachen Aufgaben überdenken und abnehmende Erträge zeigen.
- **Cyber-Fallback.** Opus 5 hat Cybersecurity-Klassifikatoren, deren Cyber-Ablehnungen auf Opus 4.8 zurückfallen können; `fallbacks: "default"` wählt das Ziel nach Kategorie.
- **Task Budgets (Beta)** für agentische Arbeiten — siehe C4.
## C3 Von Opus 4.7 — Ergänzungen
- Sampling-Parameter: Das Python-SDK ab v1.0 definiert sie nicht mehr; Übergeben wirft `TypeError`. Andere SDKs lassen sie durch die Typprüfung, die API lehnt trotzdem ab. Ein 400-Retry-Pfad, der sie wieder einfügt, gehört entfernt.
- Effort-Stufen sind gegenüber 4.7 **neu kalibriert** — frischer Sweep, nicht übernehmen.
- Das 1M-Fenster ist Standard ohne Beta-Header und ohne Langkontext-Aufschlag; ein noch gesendeter Kontextfenster-Header kann weg.
- **Mid-Conversation-System-Nachrichten sind neu ab Opus 5** — 4.7 lehnt `role: "system"` in `messages` mit 400 ab. Code, der den ganzen Verlauf neu baut, um Anweisungen zu ändern, lässt sich damit vereinfachen.
- `stop_details` bei Ablehnungen (seit 4.7 vorhanden) ist jetzt öffentlich dokumentiert; kein Header, kein Opt-out.
- Fast Mode: `speed: "fast"` und Header `fast-mode-2026-02-01` funktionieren unverändert; auf 4.7 gab es Fast Mode nicht.
## C4 Von Opus 4.6 und älter — die großen Brüche
Die meisten davon kamen mit Opus 4.7; Thinking-Standard und Effort-Sperre kamen mit Opus 5.
- **Extended Thinking entfernt** (`budget_tokens` → 400 ab 4.7). Ersatz: `adaptive` plus `effort`; auf Opus 5 ist `adaptive` gleichbedeutend mit Weglassen.
- **Thinking-Inhalt standardmäßig weggelassen.** Bei 4.6 kam zusammengefasstes Thinking zurück; ab 4.7 ist `display: "omitted"` Standard und das `thinking`-Feld leer. **Eine stille Änderung:** Wer Reasoning an Nutzer streamt, sieht plötzlich eine lange Pause vor der Ausgabe. `display: "summarized"` stellt es wieder her.
- **Neuer Tokenizer seit 4.7:** rund 1× bis 1,35× so viele Tokens wie vor 4.7 (bis etwa 35 % mehr, je nach Inhalt). `count_tokens` liefert andere Zahlen; `max_tokens` und Kompaktierungsschwellen brauchen Kopfraum.
- **Hochauflösende Bilder seit 4.7:** bis 2.576 px lange Kante (vorher 1.568). Automatisch, kein Header. Zwei Folgen: bis etwa **3× mehr Bild-Tokens** (bis 4.784 je Bild statt rund 1.600) — herunterrechnen, wenn die Auflösung nicht gebraucht wird; und Zeige- und Bounding-Box-Koordinaten sind **1:1 mit echten Bildpixeln**, keine Skalierungsumrechnung mehr.
- **Task Budgets (Beta, Header `task-budgets-2026-03-13`):** `output_config.task_budget: {"type": "tokens", "total": 128000}` sagt dem Modell, wie viele Tokens es für die ganze agentische Schleife hat (Thinking, Werkzeugaufrufe, Ergebnisse, Ausgabe). Es sieht einen laufenden Countdown und priorisiert danach. **Kein harter Deckel, sondern ein Hinweis** — anders als `max_tokens`, das das Modell nicht sieht. Minimum 20k. Zu knapp bemessen, erledigt das Modell die Aufgabe weniger gründlich und nennt das Budget als Grund. Bei offenen agentischen Aufgaben, wo Qualität vor Tempo geht: **kein** Task Budget setzen.
- **Verhaltensänderungen seit 4.7,** die nach Opus 5 weitertragen: Antwortlänge nach Aufgabenkomplexität; **wörtlicheres Befolgen** (verallgemeinert nicht still — dieselbe Eigenschaft wie bei Sonnet 5, siehe [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]] Abschnitt 5); direkterer Ton mit weniger Bestätigungsfloskeln und weniger Emoji; eingebaute Fortschrittsmeldungen (Gerüst „alle 3 Aufrufe zusammenfassen" entfernen); **Subagenten: 4.7 startete weniger als 4.6, Opus 5 wieder mehr** — in beide Richtungen steuerbar; strikte Effort-Kalibrierung mit Unterdenk-Risiko bei `low`; weniger Werkzeugaufrufe, mehr Reasoning (mehr Werkzeuge über höheren Effort); **Cyber-Schutzmechanismen seit 4.7** — also auch auf Opus 5, nicht nur auf Sonnet 5; für legitime Sicherheitsarbeit (Pentest, Schwachstellenforschung, Red-Teaming) das Cyber Verification Program. Kategorien, Bewerbungsweg und die ZDR-Sperre stehen an einer Stelle: [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]] B4.
Bei Opus 4.5 oder älter zusätzlich: Prefill entfernt; JSON-Escaping in Werkzeugargumenten kann abweichen (Standard-Parser nehmen, keine String-Parser); Beta-Header `effort-2025-11-24`, `fine-grained-tool-streaming-2025-05-14`, `interleaved-thinking-2025-05-14` entfernen; `output_format` nach `output_config.format`. Bei Opus 4.1 oder älter zusätzlich: Werkzeugversionen `text_editor_20250728` / `str_replace_based_edit_tool` und `code_execution_20260521`, `undo_edit` entfernen; `refusal` und `model_context_window_exceeded` als Stop-Gründe behandeln; nachgestellte Zeilenumbrüche in Werkzeug-Strings bleiben seit 4.5 erhalten; Header `token-efficient-tools-2025-02-19` und `output-128k-2025-02-19` entfernen.
## C5 Von Sonnet 5 nach Opus 5
Gleiche API-Oberfläche — Thinking an, Effort `high`, 1M/128k, kein Priority Tier, keine Sampling-Parameter, kein Prefill. Vier Unterschiede: Preis 5 $ / 25 $ statt 2 $ / 10 $; **Sonnet 5 erlaubt `disabled` bei jedem Effort, Opus 5 nur bis `high`**; **Mid-Conversation-System-Nachrichten gibt es auf Sonnet 5 nicht**; Web Fetch gibt es auf Opus 5 nicht. Tokens neu zählen — anderer Tokenizer.
Für den Vault heißt das konkret: Ein Harness, der rundenbezogene System-Nachrichten oder Werkzeugänderungen im Gespräch nutzt, läuft so nur auf Opus 5 und Fable 5.1, nicht auf dem Executer-Modell.
## Wohin die Punkte im Regelwerk zeigen
| Regelwerk-Datei | Verweist auf Abschnitt |
|---|---|
| [[CLAUDE|Claude.md]] (Stamm, Regelwerk-Liste) | Gesamtdatei |
| [[AI/Regelwerk/codeworkflow|codeworkflow.md]] (Rollen und Subagenten) | 5, 6, 8 |
| `.claude/agents/pruefer.md` | 8 |
| `.claude/agents/planer.md` | 4, 5 |
## Referenzen
- [[CLAUDE|↑ Claude.md (Stamm)]]
- [[AI/Regelwerk/prompting|prompting.md]] — die modellübergreifenden Techniken
- [[AI/Regelwerk/fable-5-1|fable-5-1.md]] und [[AI/Regelwerk/sonnet-5|sonnet-5.md]] — die Schwestermodelle
- Anthropic-Doku Teil A: https://platform.claude.com/docs/en/build-with-claude/prompt-engineering/prompting-claude-opus-5 (Stand 2026-09-05)
- Anthropic-Doku Teil B: https://platform.claude.com/docs/en/models/opus-5/whats-new-opus-5 (Stand 2026-09-05)
- Anthropic-Doku Teil C: https://platform.claude.com/docs/en/models/opus-5/migration-guide (Stand 2026-09-05)
- [[AI/Regelwerk/api-mechanik|api-mechanik.md]] — Effort je Modell, Task Budgets, Fast Mode, Preserved Thinking in voller Fassung
- Der Support-Artikel zu den Cyber-Schutzmechanismen ist in sonnet-5.md B4 eingearbeitet.
- „Preserving thinking blocks" ist Teil der Seite „Thinking" und steht in api-mechanik.md, Abschnitt 6.